Backen: Saftiges Vollkornbrot, französisches Baguette und italienische Brötchen

Seit zwanzig Jahren backe ich mein Brot mit der Brotbackmaschine. Obwohl ich damit sehr zufrieden bin, wollte ich endlich auch mal Brot selbst backen, und zwar im Backofen. Sowohl Brötchen, Baguette also auch Brot. Ich habe das die letzten zehn Tage gemacht und möchte hier kurz davon berichten.

Erstmal die Bilder der Resultate, so sahen meine drei ersten Backversuche aus (ich habe das jeweils wirklich zum ersten Mal in meinem Leben gemacht):


1. Saftiges Vollkornbrot

In Abwandlung dieses Rezeptes habe ich folgende Zutaten genommen:

500 g Dinkelvollkornmehl
150 g Sonnenblumenkerne
½ Liter Wasser
1 Würfel Hefe (42 g)
2 TL Salz
2 EL Obstessig, z.B. Apfelessig (ich habe – das Saarland läßt grüßen – Melfor genommen)

Nach dem Kneten des Teigs hab ich ihn noch zugedeckt eine Stunde ruhen lassen. Wie sehr er noch gegangen ist, zeigen diese beide Bilder:

 
 

Dann kommt der Teig in die Kastenform. Hab eine von Le Creuset (Tipp, keine Werbung: die gibt’s bis 30.4. versandkostenfrei direkt beim Hersteller im Angebot zu 19,95 €), die den Vorteil hat, dass sich das Brot nach dem Backen sehr gut herauslösen läßt. Ich denke, das Auslegen mit Backpapier kann man sich sparen. Wollte halt beim ersten Mal sehr vorsichtig sein und werde es beim zweiten Backen weglassen und nur die Form leicht einfetten vor dem Einfügen des Teiges. Das Brot dann auf mittlerer Schiene bei 200 Grad eine Stunde im nicht vorgeheizten Backofen backen. Tipp: Gefäß mit Wasser auf den Boden des Backofens, gibt dem Brot ‘ne schöne Kruste.

Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal so ein leckeres Brot gegessen habe. Und es ist an Fluffigkeit nicht zu überbieten. Soll sich auch mehrere Tage saftig halten. Schaut mal her, so sieht es in Nahaufnahme aus:

2. Französisches Baguette

Ihr wisst, dass ich mich hier nie mit fremden Federn schmücke. Ich nenne immer meine Rezeptquellen, und für die nächsten beiden Backwerke ist das der von mir sehr geschätzte “Herr Grün” (übrigens auch ein in Hamburg lebender Saarländer): Französisches Baguette ganz einfach selber backen.

Ich bin Herrn Grün auch sehr dankbar für den Tipp, dass sich die Anschaffung eines Baguette-Bleches lohnt. Hab ich gemacht und hat sich tatsächlich gelohnt. Rezept, wie gesagt, bei ihm, die Bilder meiner vorsichtigen Backschritte auf dem Weg zum ersten selbst gemachten Baguette gibt’s hier:

3. Italienische Brötchen

Last but not least, und chronologisch war es auch das erste von den drei Backwerken: die Brötchen. Auch hier nach dem Rezept von “Herrn Grün”: Italienische Brötchen ganz einfach selber backen. Wie schon beim Baguette: das mehrfache Falten des Teiges mit dem immer wieder Ruhen lassen, ist das Geheimnis des Gelingens. Die Brötchen sind wirklich super lecker.

Meine Bilder dazu:

Hier sieht man auch das Wassergefäß am Boden des Backofens.

Und so sahen die italienischen Brötchen am Ende aus. Bei Stefan Groenveld habe ich gelernt, dass man Backwerk nicht auf blauem Hintergrund fotografieren soll, weil es die Erzeugnisse dann blass aussehen lässt, danke auch dafür.

Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit!

9 Gedanken zu “Backen: Saftiges Vollkornbrot, französisches Baguette und italienische Brötchen

  1. Das sieht wirklich zum Reinbeißen lecker aus! Ich bin ja zur Zeit auch dabei, mit dem Backen von Brot zu experimentieren. Ich komme ganz sicher auf eines deiner hier vorgestellten Rezepte zurück. Danke dafür!

  2. Tipp zu Fleur de Sel: dieses Salz verwendet man wegen seiner Struktur, nicht wegen des Geschmacks. Als krönender Abschluss, kurz vor dem Servieren über ein Gericht verstreut, sorgen sie beim Essen für kleine Geschmacksexplosionen. Darum haben diese exquisiten Plättchen auch nichts in Brot, Suppe oder sonstigen Misch-Rezepten verloren. Da kannst du normales Meersalz verwenden, das macht überhaupt keinen Unterschied.

  3. Ja, ich finde auch, dass alle Versuche sehr gut aussehen. Gute Rezepte und offenbar ein begabter Bäcker.
    Und vielen Dank übrigens für den Hinweis für die Le Creuset-Form. Wir könnten eine zweite solche Kastenform gebrauchen und mit Le-Creuset-Produkten habe ich bislang immer gute Erfahrungen gemacht. Habe die Form also gleich bestellt.

    1. @Marc: Danke. Weiß gar nicht, ob ich ein begabter Bäcker bin. Erfahrung hab ich jedenfalls keine, alles oben Gezeigte hab ich zum ersten Mal gebacken. Spricht – glaube ich – auch für die Rezepte, dass man das so einfach nachbacken kann. Und Glückwunsch zur Le-Creuset-Form: gute Wahl. 😉

  4. Jetzt ist es noch einmal an der Zeit, danke zu sagen. Ich habe deine Empfehlung angenommen und genau diese Backform von Le Creuset bestellt. Sie war übrigens auch jetzt im Mai noch zu dem Sonderpreis zu haben. Ich habe sie vor ein paar Tagen erstmalig getestet. Sie ist wirklich klasse! Und ja: man braucht definitiv kein Backpapier. Ich habe es gleich ohne probiert. Das Brot gleitet von selbst hinaus, wenn man die Form etwas zur Seite kippt. Ich hatte sie vorher nur ganz leicht eingefettet.

    1. Elke, das freut mich. Und gut, dass das günstige Angebot auch im Mai noch gilt. Hab mir gerade letzte Woche auch eine Kuchenringform bei Le Creuset bestellt, die dort auch im Angebot ist. Le Creuset haben ja stolze Preise, bieten aber auch ne hohe Qualität. Und das Einfetten ist wichtig. Beim dritten Backen hab ich nicht eingefettet und da ging das Brot nicht so leicht aus der Form.

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