FCS: Unverständnis für Fansupport im Internet

Was ich die letzten drei Tage im Hinblick auf das Verständnis des Internets durch den 1. FC Saarbrücken (auf Twitter: @1fcsaarbruecken) erlebt habe, ist schon sehr beeindruckend. Leider im negativen Sinne. Bin immer noch fassungslos.

Was war geschehen?

Am Dienstag erhielt ich eine E-Mail von einem Mitarbeiter des 1. FC Saarbrücken (Geschäftsstelle/Presse), in der in Bezug auf meinen fast drei Jahre alten Artikel «FCS-Fanradio berichtet live über die Partien des 1. FC Saarbrücken» vom 20.10.2007 gefordert wurde, ich solle 1. den Link auf das FCS-Fanradio aus dem Artikel nehmen und 2. das Logo «Liebe kennt keine Liga» entfernen.

Ich war über diese E-Mail sichtlich geschockt und – wie Ihr sicher alle nachvollziehen könnt – extrem enttäuscht. Was es für jemanden bedeutet, von seinem Fußballverein in der Form angeschrieben zu werden, der seit 25 Jahren (!) Fan des Vereins ist und der hier im Blog seit dessen Bestehen (seit knapp 6 Jahren) regelmäßig für ein überregionales Publikum über den FCS berichtet, habe ich – ohne Details zu nennen – vorgestern Abend gebloggt:
Bitter enttäuscht vom 1. FC Saarbrücken. Man muss dem FCS zwar zu Gute halten, dass er nicht gleich juristische Schritte gegen mich eingeleitet hat (was ja noch übertriebener gewesen wäre), aber auch die Androhung, der Verein behalte sich juristische Schritte vor, sollte ich die gestellten Bedingungen nicht erfüllen, ist natürlich nichts, was ein treuer Fan gerne von seinem Verein liest.
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Bitter enttäuscht vom 1. FC Saarbrücken

Ich bin seit 25 Jahren Fan des 1. FC Saarbrücken. Seit 1985 habe ich bis zu meinem Wegzug nach Hamburg im Jahr 2005 so gut wie jedes Heimspiel im Ludwigspark gesehen. Hier im Blog schreibe ich seit fast 6 Jahren über den FCS. Ich habe heute vom 1. FC Saarbrücken eine E-Mail in Bezug auf dieses Blog bekommen, die mich persönlich sehr betroffen gemacht hat und auf die ich jetzt noch nicht näher eingehen möchte und kann. Man droht mir rechtliche Schritte an, wenn ich innerhalb einer Woche nicht gewisse Bedingungen erfülle, die sich neben einem noch einigermaßen verständlichen Anliegen auf eine absolute Lappalie beziehen.

Das ist ein Tiefpunkt in meiner Beziehung zu einem Verein, dessen Mitglied ich seit 1997 bin, über den ich seit Jahren hier berichte und dessen Fortgang ich auch aus der Entfernung mit nach wie vor großem Interesse verfolge. Ich werde morgen Nachmittag zunächst telefonisch mit dem FCS Kontakt aufnehmen und versuchen, die Angelegenheit noch zu klären. Ich bitte um Verständnis, dass ich vor der persönlichen Klärung des Sachverhaltes nichts Näheres zu der Angelegenheit sagen kann.

Erst mal bin ich bitter enttäuscht.

[Update I, 18.8.10, 17:15 Uhr: Ich habe heute Nachmittag mit dem FCS telefonieren können. Ich denke, es kann erst einmal Entwarnung gegeben werden. Ein Punkt wurde geklärt, der zweite wird noch auf schriftlichem Weg per E-Mail geklärt. Ich halte Euch auf dem Laufenden.]

[Update II, 19.9.10, 12:20 Uhr: Leider habe ich mich zu früh gefreut, dass eigentlich positiv verlaufene Telefonat, in dem ich dem Verein einen Kompromiss vorschlug, der noch gestern schriftlich dem Verein unterbreitet wurde, hat sich heute morgen durch eine weitere E-Mail von Seiten des FCS im Nachhinein als nicht erfolgreich herausgestellt: siehe dazu den Folgeartikel: FCS: Unverständnis für Fansupport im Internet]

Überraschung im Leuchtcast – 1. FC Saarbrücken heute gegen Köln II

Leuchtturm: Leuchtcast, der Podcast zum FCS

Heute Nacht beim Abarbeiten des Feed-Readers dachte ich, ich höre nicht richtig. In meinem Unterordner mit den aufs Saarland bezogenen RSS-Feeds entdecke ich den neuen Leuchtturm-Podcast von Carsten mit dem schönen Titel…

Alles zum morgigen Spiel beim 1. FC Köln II und den letzten Entwicklungen vor dem Redaktionsschluss.

…und dachte, da hör ich doch mal rein, quasi als Vorbereitung auf das Spiel der Saarbrücker morgen (nunmehr heute) in Köln. Und dann die große Überraschung für mich: als ich ganz unerwartet liebe Grüße im Podcast vernehme und mich sogar freuen darf, dass Carsten den Zuhörern des Leuchtturm-Podcastes mein Blog empfiehlt. Carsten, besten Dank dafür, die Überraschung ist Dir echt gelungen und Du hast mir damit eine große Freude gemacht. Leider hat ja die Berichterstattung über den FCS hier im Blog sehr nachgelassen. Vielleicht ist für die FCS-Fans noch ganz interessant, welche Abschieds-Überraschungsfête mir meine Freunde aus dem Saarland gemacht hatten, als ich vor 4,5 Jahren (damals spielte unser FCS noch in Liga zwei) von Saarbrücken nach Hamburg zog: Das Wunder vom Eschberg.

Blick aus der Virage Est ins Saarbrücker Ludwigsparkstadion

Mit Carsten, weiteren FCS-Fans von Twitter (größtenteils auch Redaktionsmitgliedern der Fan-Zeitschrift Leuchtturm) und einem lieben Bekannten, war ich ja heute vor einer Woche nach über drei Jahren Abwesenheit endlich mal wieder im Saarbrücker Ludwigspark. Wir durften uns gemeinsam über einen 3:1-Sieg gegen den Bonner SC freuen. Und es war wieder einmal großartig, in diesem Stadion zu sein, in das ich über 20 Jahre regelmäßig gegangen war. War ich früher auch immer im A-Block, standen wir vergangene Woche in der Virage Est, im E-Block (Blick von dort, siehe Foto oben). Der saarländische Traditionsclub hat es nach dem Absturz in die 5. Liga echt verdient, da unten wieder ‘raus zu kommen. Dieses Jahr sind sie gerade erst wieder in die Regionalliga (also die 4. Liga) aufgestiegen.

Die aktuelle Tabelle der Regionalliga West zeigt: FCS wieder auf dem Weg nach oben

Ein Blick auf die aktuelle Tabelle der Regionalliga West auf der Homepage des 1. FC Saarbrücken zeigt, dass die Blau-Schwarzen auf dem besten Weg zurück nach oben sind. Ich drücke aus Hamburg weiter die Daumen, dass der Club und seine Fans bald wieder in den Profifußball zurückkehren.

Blick aus der Virage Est (E-Block) ins Ludwigsparkstadion, 20.11.09 gegen Bonner SC

Und den Freunden des Leuchtturmes sei gesagt, das nächste Heft wird es beim übernächsten Heimspiel gegen die SV Elversberg geben. Leseproben schon jetzt im Leuchturm-Blog. Das Spiel heute Abend (Anpfiff: 19 Uhr) gegen Köln II (Vorbericht SZ) wird auch wieder vom FCS-Fanradio übertragen. Wenn ich es schaffe, höre ich rein und drücke den Saarbrückern die Daumen, dass die Erfolgsserie weiter geht. Dass das gegen die starken Kölner, die ja auch oben in der Tabelle (auf Platz 5) stehen, kein Selbstläufer wird, ist klar. Und da unten rauszukommen ist schwerer als reinzurutschen (ok, 5 € ins Phrasenschwein). Aber das Team, das Trainer Dieter Ferner da zusammengestellt hat, konnte mich letzte Woche gegen die gut aufgestellten Bonner schon überzeugen. Könnte also klappen mit der Rückkehr in den Profifußball… 😉

Mitgliedschaft 1. FC Saarbrücken goes on

1. FC Saarbrücken-Mitgliedsausweis & St. Pauli-Dauerkarte

Wer A Pauli sagt, kann auch B FCS sagen. Wer ‘ne Pauli-Dauerkarte mit saisonübergreifender Stehgarantie in der Süd hat, der kann auch seinen FCS-Mitgliedsausweis ein weiteres Jahr behalten. Ich hatte mich ja nach der enttäuschenden Entwicklung der letzten Jahre im Mai 2008 von meinem ehemaligen Verein 1. FC Saarbrücken verabschiedet. Doch nach dieser schmerzlichen Entscheidung hatte ich ganz vergessen, auch meine Mitgliedschaft zu kündigen. Heute kam mit der Post mein neuer Mitgliedsausweis aus Saarbrücken. Also bleib ich mal noch ein Jahr dabei. 1. FCS- und St. Pauli-Karte haben beide in meinem Geldbeutel Platz und tun sich ja nix.

FCS – Kennt Liebe wirklich keine Liga?

Von der aktuellen Situation und vom Niedergang des 1. FC Saarbrücken, des Traditionsvereins, dem ich 23 Jahre lang die Treue hielt und von dem ich mich in diesem Jahr verabschiedet habe, handelt diese gut gemachte Radio-Reportage von Ulli Hauck, die letzten Sonntag im Programm des Saarländischen Rundfunks ausgestrahlt wurde, und die ich knapp verpasst hatte: «Kennt Liebe wirklich keine Liga?»:

Dezember 2008: Der 1. FC Saarbrücken überwintert als souveräner Tabellenführer der fünfthöchsten deutschen Spielklasse, der Oberliga.

Der saarländische Traditionsverein sollte also – unter normalen Umständen – nach dieser Saison in die Regionalliga aufsteigen.

Von dort ist es allerdings noch ein langer und beschwerlicher Weg zurück ins Profigeschäft. Man muss Meister der Regionalliga werden, um in die dritte Profiliga aufzusteigen.

Beitrag anhören (25 Min.):
Medium: MP3
Link: MP3

Ich würde mir natürlich wünschen, dass mein ehemaliger Verein wieder dorthin zurückkehrt, wo er und seine Fans hingehören, nämlich in die Bundesliga. Doch wie der SR-Bericht zeigt, indem er versucht die Gründe für den Niedergang zu erfassen, ist dies trotz der aktuell guten Situation als Spitzenreiter der Oberliga ein beschwerlicher Weg. Natürlich betrachte ich das weitere Fortgehen noch aus der Ferne und schaue ab und zu bei Carstens FCSBlog rein.

[via Twitter-DM von CarstenP & altma auf Twitter]

Ciao FCS

Meine Befindlichkeits-Meldung um 14:30 Uhr auf Plurk

Ich hab’s getwittert und geplurkt:
Der FCS, der hat’s vergurkt.

Der ehemalige Bundesligist 1. FC Saarbrücken hat heute nach einer erneut verkorksten Saison das Ticket für die 5. Liga gelöst. 5. Platz am letzten Spieltag der Oberliga Südwest, nur die ersten vier kommen in die neue 4. Liga. Der dritte Abstieg in Folge. Wie bitter. Trainer Kaminski ist zurückgetreten. Ich tue es auch: Wie letzte Woche angekündigt: «Adieu FCS, das wars!». Ich werde auch meine Mitgliedschaft kündigen und wende mich nach 23 Jahren tief enttäuscht von diesem Verein ab, der nicht mehr meiner ist.

Adieu FCS, das wars!

Abschiedstweet zur Niederlage des FCS gegen Worms

Das wars. 0:1 verloren. So gut wie aus für meinen Verein, nach 23 J. muss ich mich von meinem #FCS verabschieden. http://tinyurl.com/2g7nej

Seit 1985, also seit 23 Jahren (in Worten dreiundzwanzig!), bin ich Fan des 1. FC Saarbrücken. Ich habe heute wieder einmal mit meinem Verein gelitten. Am FCS-Fanradio und auf Twitter. Die junge Mannschaft des 1. FCS hat nach dem Abstieg in die Oberliga am vorletzten Spieltag gegen den direkten Mitkonkurrenten Wormatia Worms 0:1 verloren und dürfte, so denn am letzten Spieltag nicht noch irgendein Wunder geschieht (und das wird es nicht), aus dem Rennen um die Qualifikation für die neue 4. Liga sein. Ich bin am Boden zerstört. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Zwei Fussballherzen in meiner Brust: Pauli und FCS

Pauli-Choreo auf der Südtribüne am Millerntor
Als ich vor drei Jahren von Saarbrücken nach Hamburg gezogen war, spielte mein FCS noch in Liga zwo und Pauli kickte in der Regionalliga. Natürlich hoffte ich 2005, dass Pauli aufsteigen würde, damit ich meinen FCS hier in der Hansestadt würde spielen sehen. Es kam alles anders. In jedem Jahr, seit ich hier in Hamburg bin, ist Saarbrücken eine Liga weiter nach unten abgestiegen. Momentan sind sie in Liga 4, der Oberliga-Südwest. Während Pauli letztes Jahr in Liga zwei aufgestiegen ist und die Zweitligazugehörigkeit gestern Abend mit dem wunderschönen 4:2-Heimspielsieg gegen Aue gesichert hat, kämpft der ehemalige Bundesligaclub aus meiner saarländischen Heimat um die Qualifikation für die neue dreigleisige vierte Liga.
Doch zuerst zu Pauli: Was für ein Spiel gestern Abend! Weiter lesen