«Mit Tango sind wir zu dritt» – in Singapur verboten

Eigentlich eine wunderschöne Kindergeschichte: zwei männliche Pinguine im Zoo des Central Park von New York City brüten ein Ei aus und kommen so zu ihrem gemeinsamen Kind mit Namen Tango. Doch in Singapur haben sich konservative Eltern über das moderne Familienbild mit gleichgeschlechtlichen Eltern beschwert und das Kinderbuch wurde aus dem Leihverkehr gezogen und ist nur noch in der Erwachsenensektion ausleihbar. «And Tango Makes Three» («Mit Tango sind wir zu dritt») ist in dem Land, in dem Homosexualität verboten ist, seitdem nicht mehr von Kindern ausleihbar. Unfassbar. Dabei ist die Thematik, die übrigens auf wahren Begebenheiten beruht, sehr kindgerecht aufbereitet und kann nur von sehr rückständigen Köpfen als schädlich für die Kinder eingestuft werden. In Singapur (und auch weltweit) gab es Proteste dagegen:

Singapore has stopped its national library from destroying two children’s books with gay themes, after an outcry over literary censorship in the tightly regulated city-state.
[…]
About 400 people including parents gathered at a library branch last weekend to read the books to their children as a show of protest.

And Tango Makes Three

[via Papel en blanco & Guardian]

Bezugsgruppen-Grillen FCSP 2014

Bei 34 Grad bekommt das Wort Bezugsgruppengrillen eine besondere Bedeutung. Wo wir vor fast zwei Jahren die Geburt des Elbstrand-Caesar erlebten, haben wir uns gestern – in teilweise veränderter Besetzung – wieder getroffen, um die fußball- und FC St. Pauli-lose Zeit mit gemütlichem Zusammensein mit der Bezugsgruppe zu überbrücken. Und was soll ich sagen? Man kann (und sollte eigentlich auch) schöne Momente nicht 1:1 wiederholen. Aber es kann immer weder ganz anders schön sein. Und DAS war es gestern wieder. Faszinierend ist die Stimmung am Elbstrand sowieso immer. «Dieses Licht», twitterte ich gestern Abend schon. Erst zog uns eine Prinzessin in ihren Bann, und dann schepperte auch noch eine dicke Königin mit lautem Getöse an uns vorbei. Doch seht selbst. Hier ein paar Bilder von gestern:

Bezugsgruppen-Grillen FCSP 2014
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Kleiner Milchkaffee im wahren Leben

Tweet der Woche Da Gemeinschaften sich schnell auf Abkürzungen einigen, die alle verstehen, ist es auch keine Besonderheit, dass Menschen auf Twitter viele Abkürzungen verwenden. Macht ja auch Sinn, da hier die Menge der Zeichen systembedingt auf maximal 140 begrenzt ist. RT steht für Retweet, DM für Direct Message, MT für Modified Tweet, Fav(s) für Favorit(en) usw. Die Abkürzung RL steht – nicht nur auf Twitter – für das wahre Leben, das Real Life. Und Retweets aus dem Real Life werden folglich RLRT abgekürzt. Der folgende Tweet der Woche ist so ein RLRT; Verfasser @Nico79 hat sich die Abkürzung aber ganz gespart, was der Genialität der Kurznachricht keinen Abbruch tut:

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Lernen im digitalen Klimawandel

Die Bildung und das Netz – Lernen im digitalen Klimawandel from pb21 on Vimeo.

Martin Lindner, von dem hier schon mal bei der Vorstellung seines Buchprojektes «Die Bildung und das Netz» die Rede war, im Interview mit Jöran Muuß-Merholz. Inhalt des Gespräches ist eine interessante These Lindners: er überträgt die Vor- und Nachteile, die der Klimawandel mit sich bringt, auf den Bildungssektor. Wir sehen uns einem digitalen Wandel ausgesetzt, der mit der Einführung der Personalcomputer vor 30 Jahren und mit dem Einzug des Internets in den Bildungsbereich (vor allem in den vergangenen 10 Jahren) eine immer schnellere Entwicklung in Gang gesetzt hat. Wir stehen quasi am Anfang einer Entwicklung, di nun immer schneller voran schreiten wird. Wie kann eine Institution wie die Schule (und – so frag eich mich eine Institution wie die Bibliothek), die trotz Wandels immer noch alte Formen des Wissens verwaltet, damit umgehen, dass der Ort des Wissens im Netz liegt. Vom Einzelnen wird immer mehr selbstständiges Lernen erwartet. Auch hier stellt sich die Frage, wie man mit diesem Paradigmenwechsel im Bildungsbereich umgehen soll.

Jöran Muuß-Merholz & Martin Lindner

Was für eine großartige Idee, dieses Interview vor einem Pinguin-Gehege zu drehen. Und das schreibe ich nicht, weil ich Pinguine so mag, sondern weil es wirklich auch einen inhaltlichen Bezug zu dem Interview gibt. Pinguine sind sehr anpassungsfähige Lebewesen, was sie im Klimawandel schon unter Beweis gestellt haben. Der Mensch des 21. Jahrhunderts muss sich angesichts des digitalen Klimawandels auch anpassen.

[via G+ Jöran Muuß-Merholz]

Wissen, was zählt

Tweet der Woche Immer mehr Menschen achten bei der Hotelsuche auf die Grundversorgung. Wie sieht es aus mit dem Angebot an Lebenswichtigem? Sehr schön zum Ausdruck gebracht im Tweet der Woche von @raphiniert86

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Elektrischer Reporter: Health Games, Heimweh und Netzausschuss

Wieder mal eine sehr gute Ausgabe des Elektrischen Reporters. Bereits die 102. Folge (Respekt!). Dieses mal geht es um das spannende Thema Health Games (inwieweit können Spiele in der Heilung von Patienten eingesetzt werden?), das Heimweh einer Reisebloggerin und den Internetausschuss des Deutschen Bundestages bzw. die Frage, was der Bundestagsasschuss fürs Digitale bringt?