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Wieder mal Vorfreude auf die Berlinale

von Markus — 04.02.2014, 00:15 Uhr · 5 Kommentare

Los Ángeles

Ich freue mich auf die Berlinale. Jedes Jahr aufs Neue ist die Vorfreude auf das Festival groß, das ich schon seit 1995 besuche. Oha, fast 20 Jahre ist das schon her, seit ich in sturer Regelmäßigkeit für 10 Tage in den dunklen Kinosälen der Bundeshauptstadt verschwinde. Ich freue mich auf Filme wie den im Forum gezeigten mexikanischen «Los Ángeles» von Damian John Harper, hier in einem deutschen Interview zu sehen. So ein wunderbarer Satz, wie der aus der Filmbeschreibung…

Regisseur Damian John Harper vermeidet mit sicherer Hand jedes Klischee, wenn er zeigt, wie Engel gegen Dämonen aufbegehren.

…muss natürlich mit der Wahrheit des Filmes abgeglichen werden. Aber ich habe ein gutes Gefühl dabei. Sollte der Film wider Erwarten eine Enttäuschung sein, bleiben ca. 45 andere Filme, die mich potentiell begeistern könnten. Ich würde diese Strapazen nicht Jahr für Jahr auf mich nehmen, wenn es sich nicht lohnen würde. Von daher ist auch dieses Mal die Vorfreude groß auf die am Donnerstag beginnende 64. Berlinale mit dem stimmigen Trailer:

→ 5 KommentareKategorien: Kino


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Tweet der Woche vom Ofentyp

von Markus — 31.01.2014, 22:32 Uhr · Keine Kommentare

Tweet der Woche Sätze wie

Die Backzeit beträgt je nach Ofentyp circa 45 Minuten. (Quelle)

sind der Klassiker bei Backrezepten. Wobei bisher kaum jemand daran gedacht hat, dass diese Anweisung ganz anders interpretiert werden kann. Doch mit dem Tweet der Woche von @henningrucks dürfte sich das ändern:

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

→ Keine KommentareKategorien: Literatur · Twitter


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Gesucht: Social-Media-Ansprechpartner wissenschaftlicher Bibliotheken

von Markus — 31.01.2014, 11:47 Uhr · 3 Kommentare

Update 17. März 2014: Ich bedanke mich herzlich bei den 20 Rücksenderinnen und Rücksendern des Fragebogens. Die Beantwortung der kurzen Fragen aus dem Kreis der Kolleginnen und Kollegen anderer wissenschaftlicher Bibliotheken aus dem deutschsprachigen Raum hilft mir sehr bei der Ausarbeitung meiner Masterarbeit. (Ende Update)

Wordle-Veränderungsmanagement Ein Aufruf in eigener Sache:

Zur Bearbeitung der Masterarbeit im Rahmen meines Fernstudiums am IBI (Bibliotheks- und Informationswiss.) suche ich die jeweils für das Gebiet “Social Media” zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an wissenschaftlichen Bibliotheken im deutschsprachigen Raum. Das Thema meiner Masterarbeit ist:

Change Management bei der Implementierung der Social Media Strategie einer wissenschaftlichen Bibliothek

Da ich selbst in der Vergangenheit schon viele sogenannte Experten-Interviews zum Thema Social Media für Master- und andere Examensarbeiten gegeben habe, werde ich darauf achten, die Zeit der betreffenden Ansprechpartner nicht über Gebühr zu beanspruchen. Es handelt sich nur um einige wenige, rasch zu beantwortende, Fragen. Ich bitte um Nennung der Personen, die für Social Media in ihrer wissenschaftlichen Bibliothek zuständig sind. Entweder durch die Person selbst oder durch jene, die wissen, wer das Thema in der jeweiligen Bibliothek betreut. Gerne per E-Mail an trapp -at- sub.uni-hamburg.de oder per Kontaktformular.

Zur Arbeit selbst werde ich später auch noch mehr schreiben. Mich interessiert im Besonderen die Social-Media-Arbeit nach innen, also wie ist das Social Media Konzept in der jeweiligen Bibliothek eingeführt und umgesetzt worden. Und wie verhindert man, dass die jeweils für das Aufgabengebiet Social Media zuständige Person das Nadelöhr für die Kommunikation der Bibliothek nach außen ist.

Obige Grafik wurde erstellt mit Wordle.net, basierend auf dem Text des Wikipedia-Artikels Veränderungsmanagement.

→ 3 KommentareKategorien: Literatur


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Interview mit Edward Snowden nun auch auf englisch

von Markus — 27.01.2014, 14:51 Uhr · Keine Kommentare

Edward Snowden im Interview des NDR

Das gestern in der ARD viel zu spät ausgestrahlte Interview mit Edward Snowden kann nun endlich auch in englischer Sprache nachgeschaut werden, so dass auch der Rest der Welt in den Genuss der Befragung durch den NDR-Journalisten Hubert Seipel kommen kann:

Whistleblower Edward Snowden leaked the documents about US mass surveillance. He spoke about his disclosures and his life to NDR investigative journalist Seipel in Moscow.

Wer’s lieber deutsch synchronisiert sehen mag:

Durch seine Informationen wurde die NSA-Affäre ausgelöst. Jetzt geht Edward Snowden im Interview mit dem NDR auf die Folgen seiner Enthüllungen und seinen Werdegang ein.

Update 15:05 h: A copy of the Snowden Interview to break the GEO Blocking:
Leider ist die oben verlinkte ARD-Version des englischsprachigen Interviews mit einem Geoblocking versehen. Kurzfristig (bis zu dessen vermutlicher Sperrung) dürfte diese Version ohne Geoblocking helfen.
Update 15:25 h: Englisches Video schon wieder gesperrt.
Update 15:50 h: A new version in english: archive.org/details/snowden_interview_en
Update 17:25 h: @ndrnetzwelt hat mich freundlicherweise gerade darauf hingewiesen, dass es auch eine englische Transkription des Interviews gibt: Snowden-Interview: Transcript.

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Julia Engelmann bewegt – auch im Tweet der Woche

von Markus — 24.01.2014, 22:21 Uhr · 1 Kommentar

Tweet der Woche Dem in diesen Tagen im Netz kursierenden Video von Julia Engelmann konnte wirklich kaum jemand entkommen. Sollte jemand die letzte Zeit auf einer einsamen Insel oder in sonstiger Abgeschiedenheit im Offline verbracht haben, erwischt es ihn jetzt. Die 21-jährige poetry-slamende Psychologiestudentin bewegt die Gemüter. Die einen sind begeistert, die anderen nur noch genervt. Einen sehr guten Text dazu hat ZEITonline veröffentlicht. Einen noch besseren hat Frau Meike auf Twitter publiziert, deshalb klarer Tweet der Woche:

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

→ 1 KommentarKategorien: Literatur · Twitter


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Warum haben wir keine Zeit? Florian Opitz’ Doku ruft auf zur Entschleunigung

von Markus — 22.01.2014, 22:37 Uhr · 6 Kommentare

Hund in Bhutan - hat viel Zeit

«Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt», sang einst Barry Ryan. Mit der Zeit – bzw. mit dem gefühlten und tatsächlichen Mangel an Zeit – befasst sich auch Florian Opitz in seinem Dokumentarfilm «SPEED – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit». Darin fragt er sich und uns, wieso wir eigentlich nie genug Zeit haben. Wie oft hören wir diese Antwort von anderen oder müssen den schlimmen Satz auch selbst aussprechen: «Ich habe keine Zeit». Die Lösung für jenes Dilemma könnte darin liegen, sich anzuschauen, warum die Menschen in Bhutan so glücklich sind. Denn im Land des Bruttonationalglücks – kurz BNG – hat das Verfügen über seine eigene Zeit einen hohen Stellenwert. Die Lösung könnte auch in einer anderen Abkürzung mit drei Buchstaben, dem BGE, liegen, doch dazu später mehr.

Hier erst mal der Trailer des Filmes, der gerade auf ARTE ausgestrahlt wurde und der mich extrem beeindruckt hat:

SPEED – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit TRAILER HD DEUTSCH from Camino Filmverleih on Vimeo.

In seinem Kinodokumentarfilm begibt sich der Filmemacher und Autor Florian Opitz auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Er geht der Frage nach, wo all die Zeit geblieben ist, die wir mühsam mit neuesten Technologien und Effizienzmodellen glaubten, eingespart zu haben. Dabei trifft er auf Menschen, die die ständige Beschleunigung unseres Lebens vorantreiben und solche, die sich trauen, Alternativen zur allgegenwärtigen Rastlosigkeit zu leben.

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Russell Foster: Warum schlafen wir?

von Markus — 19.01.2014, 18:58 Uhr · 3 Kommentare

Zu den meist aufgerufenen und meist kommentierten Artikeln dieses Blogs gehört einer aus dem Jahr 2007: «Wie viel Schlaf braucht der Mensch?». Die hohe Zahl der Aufrufe und das recht interessant zu lesende Feedback in den Kommentaren rührt u.a. daher, dass viele Menschen diese Frage in Google oder in andere Suchmaschinen eintippen und zu diesem recht betagten Artikel geleitet werden. Gar nicht so dumm von Google & Co., denn – auch wenn der Artikel keine direkte Antwort darauf geben kann, erfahren Ratsuchende viel darüber, wie unterschiedlich das Schlafbedürfnis einzelner Menschen ist und dass es darauf keine exakte, und erst recht keine allgemeingültig Antwort geben kann.

Russell Foster: Warum schlafen wir?

Jetzt wieder was neues zum uns alle interessierenden Thema Schlaf (und wen das Thema nicht interessiert, der sollte das vielleicht mal ändern): In diesem deutsch untertitelten TED-Vortrag geht der britische Neurologe Russell Foster der existentiellen Frage auf den Grund, warum wir überhaupt schlafen. Ich betone nochmal: Schlaf, und auch die notwendige Schlafmenge, ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Trotzdem ist das ein sehr interessanter Vortrag:

In der TED-Beschreibung zu Fosters Ausführungen heißt es:

Russell Foster ist circadianer (->Erklärung) Neurowissenschaftler: Er untersucht die Schlafzyklen des Gehirns und stellt eine Frage: Was wissen wir über den Schlaf? Wie sich herausstellt, nicht so viel, und doch verbringen wir ein Drittel unseres Lebens damit. In diesem Vortrag stellt Foster uns drei verbreitete Theorien über den Grund für Schlaf vor, räumt mit Mythen über die Menge des Schlafs je nach Altersgruppe auf – und deutet ein paar kühne neue Anwendungen von Schlaf als Indikator für geistige Gesundheit an.

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In vernetzten Gemeinschaften liegt die Zukunft der Bibliotheken

von Markus — 19.01.2014, 14:28 Uhr · Keine Kommentare

Noch mal was zum Thema «Zukunft der Bibliotheken»:

The Bad, The Good, and The Great from R. David Lankes on Vimeo.

David Lankes, Autor des empfehlenswerten Buches «The Atlas of New Librarianship»1, verdeutlicht in seinem vom Krankenbett aus in der Krebsbehandlung (!) aufgenommenen Vortrag, was die Bibliothek der Zukunft ausmacht:

Schlechte Bibliotheken schaffen Sammlungen.
Gute Bibliotheken schaffen Dienstleistungen.
Große Bibliotheken schaffen Gemeinschaften.

David Lankes: Great libraries…

Lankes stellt selbstverständlich nicht in Abrede, wie wichtig für Bibliotheken und vor allem für die Gesellschaft, der Aufbau von Sammlungen ist. Und wie notwendig die Arbeit der Erschließung und der Zurverfügungstellung von Medien ist (ab Timecode 20:35 im Video). Doch, was moderne Bibliotheken ausmacht, geht weit darüber hinaus. Groß wird die Bibliothek erst, wenn sie es schafft, ein inspirierendes Umfeld für eine wie auch immer vernetzte Gemeinschaft zu werden. «The services go beyond the collection». Die Dienstleistungen gehen über die eigenen Bestände hinaus. Ab TC 23:10 im Video geht er genau auf diesen Punkt ein.

Wenn Lankes appelliert, dass Bibliotheken die Menschen, die zu ihnen kommen, nicht als Nutzer zu betrachten, spricht er mir aus dem Herzen (TC 23:40: «Do you really want tob be a “user”? Someone who “uses” something?»). Statt “user of the library” spricht er lieber von “member of the library”, dem “Mitglied” einer Gemeinschaft. Und das ist es, was Bibliotheken sein sollten: Gemeinschaften, die nicht ihre Sammlung oder Dienstleistung in den Fokus stellen, sondern die Menschen, die diese Sammlungen und Dienste der Bibliothek in Anspruch nehmen und vielleicht sogar bereichern können. In dem sie ihr eigenes Wissen, ihre eigene Arbeit in die Bibliothek einbringen.

In diesem Sinne, und als kleinen bescheidenen Anstoß, verstehe ich zum Beispiel eine Veranstaltung, die ich am kommenden Mittwoch in der Stabi für “Mitglieder” [da haben wir wieder die "members" ;) ] der Universität Hamburg anbiete: Social Media für die Recherche. Ich bin mir sicher, im Publikum werden auch Menschen sein, die aus eigener erster Erfahrung Sinnvolles und Bereicherndes zum Thema beitragen können, wie man die Sozialen Netze beim Finden und Teilen von Informationen nutzen kann, und alle Teilnehmenden – inklusive des Vortragenden – werden von diesem Wissen profitieren.

In den vernetzten Gemeinschaften liegt die Zukunft der Bibliotheken. Ob uns das gelingt, wird sich noch zeigen. Es bleibt jedenfalls spannend. ;)

  1. Für Hamburger LeserInnen, sein Buch «The Atlas of New Librarianship» gibt es in folgenden Bibliotheken der Hansestadt: beluga []

→ Keine KommentareKategorien: Hamburg · Informationskompetenz · Literatur


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