Ein Buch mit Namen Twitter

Tweet der Woche Twitter ist ein Ort der Kommunikation, der schon ganz schön in die Jahre gekommen ist. Um diese Zeit vor etwa acht Jahren haben auch bereits die ersten Early Adopter in Deutschland ihre zaghaften Gehversuche auf dem Feld des Microbloggings gestartet. Bei mir war es damals im März 2007 soweit, d.h. ich bin bald schon acht Jahre auf Twitter.

Nun gibt es aber auch Menschen, bei denen hat sich im Lauf der Jahre eine gewisse Twittermüdigkeit eingeschlichen. Manche haben sogar ihren Account schon wieder gelöscht, andere machen längere oder kürzere Twitterpausen (die rekordverdächtig kürzeste war sicher diese). Andere wiederum können sich ein Leben ohne Twitter gar nicht mehr vorstellen. Am schönsten hat das in dieser Woche @der_handwerk beschrieben:

Ganz im Sinne eines living documents ist Twitter dazu noch ein Buch, dass – bei aller Konstanz und lieb gewonnenen Routinen – immer wieder auch neue Perspektiven und schöne Überraschungen bereit hält. Wir lesen deshalb gerne weiter in diesem Buch mit Namen Twitter.

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Verlag Hermann Schmidt Mainz: Büchermachen mit Herz und Verstand

Verlag Hermann Schmidt Mainz: Printed with Love in Germany! – Interview from Shutterstock on Vimeo.

Bücher von Verlag Hermann Schmidt Mainz haben das Ziel, Ihren Alltag in Grafikdesign, Marketingkommunikation und Werbung leichter und schöner zu gestalten. Sie werden gemacht, um Kreativen Nutzen und lang anhaltende Freude zu bringen. Wir haben mit Beiden gesprochen und durften hinter die Kulissen der Verlagsarbeit blicken. Verlag Hermann Schmidt Mainz vertreibt hochwertige Publikationen, die sich auf verschiedene Weise, finanziell, emotional und in Richtung Image, für den Verlag auszahlen.

VerlagHermannSchmidt Das ist nicht nur ein sehr gut gemachter Image-Film sondern hier wird ein Verlag vorgestellt, der die Buch-Produktion mit Herzblut und Verstand bewusst analog durch die für viele Verlage schwierigen Zeiten des digitalen Wandels führt. Sehr sympathisch und authentisch, was Karin und Bertram Schmidt-Friderichs zum Besten geben. Vieles dreht sich dabei um Typographie, kein Wunder, Bertram Schmidt-Friderichs hat noch als Schriftsetzer den Bleisatz gelernt. Das erzählt er unter anderem in dem Video, nachzulesen auch auf der Verlagsseite.

Unbedingt den kurzen Film anschauen, er zeugt von so viel Liebe zum guten Buch, dass es eine wahre Freude ist, ihn anzuschauen. In der Kölner Buchhandlung »Siebter Himmel« wird ein Blick hinter die Kulissen des Büchermachens geworfen. Und was für einer!

[via @sinnundverstand]

Auschwitz vergessen? Nie. Kein Schlussstrich in der Geschichte

Wer vorgestern Nacht «Night Will Fall» gesehen hat und gleichzeitig fassungslos die ausländerfeindlichen Pegida-Demonstrationen zur Kenntnis nehmen muss, die an Menschenverachtung und Dummheit nicht mehr zu überbieten sind, ist froh für die deutlichen Worte, die Anja Reschke gestern in diesem Kommentar in den tagesthemen gesprochen hat:

“Es gibt keinen Schlussstrich in der Geschichte – in keiner. Klar, lieber erinnern wir uns an Karl den Großen, Bismarck oder die Wiedervereinigung – aber Auschwitz ist nun mal passiert. Wieso sollten wir ausgerechnet das Kapitel der Judenverfolgung hinter uns lassen? Dieser Teil unserer Geschichte ist in seiner Abartigkeit so einzigartig, dass er gar nicht vergessen werden kann.” Von Anja Reschke (NDR)

Weiter lesen

PIRATEN Hamburg zur Bürgerschaftswahl 2015

Soeben veröffentlicht: der Wahlspot der Piraten Hamburg. Finde ihn sehr gut. Im Vortrag von Julia Reda über ihre Arbeit für die Piratenpartei im EU-Parlament haben wir gestern erfahren, welche Chancen sich ergeben, wenn Piraten in Parlamente gewählt werden. Ich hoffe deshalb sehr, dass auch viele in Hamburg am 15. Februar schauen, wer ihre Kandidaten im Wahlbezirk sind und die Piraten vielleicht sogar tatsächlich in die Bürgerschaft wählen. Alle Infos zu den Kandidaten gibt es auf der Website der Piraten. Das Wahlprogramm findet ihr hier.

Kandidaten der Piratenpartei Hamburg zur Bürgerschaftswahl 2015

 

 

Lektüre-Empfehlung: der neue Kaper-Brief (Januar 2015, Format: PDF, 12 Seiten).

Wenn ihr erst mal ganz neutral testen möchtet, welche Partei in Hamburg wohl am ehesten eure Interessen in der Bürgerschaft vertreten könnte, hier geht’s zum Wahl-O-Mat.

Die Qual der Wahl

Tweet der Woche Was ich an Twitter so faszinierend finde, ist die Teilhabe an schwierigen Entscheidungsfindungen von Twitterern. Dabei muss es gar nicht immer um die großen Entscheidungen gehen. Vielmehr sind es die kleinen, alltäglichen Situationen, in denen ein Mensch vor einer bestimmten Wahl steht, die einen ganz besonderen Reiz haben. Wenn wir quasi im Vorbeilesen erfahren, vor welchen Alternativen ein Mit-Twitterer(m/w) steht und wir nicht nur die Alternativen, sondern auch die letztendliche Auswahl geliefert bekommen. In Perfektion – mit überraschendem Ergebnis – in dieser Woche aufgeführt von @C_Holler:

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Julia Reda heute in Hamburg

Julia Reda

Danke Julia, dass Du heute nach Hamburg kommst.

Julia hat es in nur sechs Monaten Mandatsausübung geschafft, auf den parlamentarischen Betrieb Einfluss zu nehmen. Als Berichterstatterin formuliert sie derzeit die Position des Europäischen Parlaments zum Reformbedarf des EU-Urheberrechts. In diesem Vortrag wird sie über diese Zeit und Erfolge der Piraten in Brüssel berichten.

Weiterlesen bei Piratenpartei Hamburg:
EU Netzpolitik aufmischen – Julia Reda in Hamburg

23.01.2015 19:00 Uhr
VHS- Zentrum Ost, Berner Heerweg 183 (an der U1 Farmsen)

Drei Lektüre-Empfehlungen zur Einstimmung auf heute Abend:
Weiter lesen

Digitaler Journalismus: Mehr Chance als Risiko

sz-feuilleton Sehr kluges Feature zum Digitalen Journalismus von Nea Matzen und Olaf Rosenberg im Deutschlandfunk. In der Reihe «NetzKultur!» beleuchten die Redakteurin bei tagesschau.de und der Fernseh- und Onlineredakteur bei arte das Thema unter dem Titel «Medial, digital, genial?». Untersucht werden im wesentlichen drei Aspekte:

  • Die Schnelligkeit: Nachrichten verbreiten sich in Bits und Bytes wie ein Lauffeuer.
  • Die Interaktion: Nutzer und Nutzerinnen digitaler journalistischer Angebote haben ein komplett anderes Selbstverständnis als traditionelle Zeitungsleser, Radiohörer und Fernsehzuschauer und müssen anders einbezogen werden.
  • Die multimedialen Möglichkeiten des Netzes: Sie erfordern ein neues, ein crossmediales Denken in den Redaktionen.

Weiter lesen

Reisezeit ist relativ: Von Hoisbüttel nach Wedel

Tweet der Woche Wer mit dem HVV einmal quer durch Hamburg fährt, kann auch in der Zeit nach Rom fliegen. Diesen verkehrspolitischen Vergleich der lokalen und innereuropäischen Distanzüberwindung hat Der Dings aka @Aus_der_UBahn im Tweet der Woche zur Sprache gebracht:

Obgleich Der Dings mit dem wunderbaren Profiltext…

Täglich 1,5 Stunden im ÖPNV – Berichte aus dem Leben im Waggon

…ein ausgewiesener Kenner des Öffentlichen Personennahverkehrs ist, soll die lustige Aussage (ganz unlustig, aber typisch deutsch) hier noch etwas relativiert werden:

Der Faktencheck zum Tweet der Woche (so viel Fairness muss sein):

Die tatsächliche Reisezeit von Hoisbüttel nach Wedel beträgt laut Fahrplanauskunft des HVV 1 h 17 min.

Der Direktflug von Hamburg nach Rom dauert in der Regel 2 h 15 min. Nicht mitgerechnet die Reisezeit zu und von den Flughäfen.

Zu Fuß brauchte man von Hoisbüttel nach Wedel ca. 7 h 30 min, in der Zeit könnte man auch nach Teheran fliegen:

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.