Sinkende Netzquote und steigende Originalität

Internetquoten EuropaClub de la Máquina del Pan
Spanien verliert bei der Internetnutzung weiter an Boden” schreibt Ralf Streck in seinem Telepolis-Artikel und argumentiert: Zu wenig DSL- und insgesamt zu teure Zugänge sind schuld daran.
Das wird sich bald ändern, denn die neue sozialistische Regierung ist bereits aufgefordert, hier Abhilfe zu leisten.
Außerdem entsteht in Spanien gerade ein ähnlicher Hype um Weblogs wie bei uns. Diese werden immer beliebter und bringen so kuriose und interessante Blogs wie z.B. “El club de la Máquina del Pan” (dt.: Der Club der Brotmaschine) mit stets originellen Brotrezepten hervor.

Die Blogger kommen

Schlimmstes ist zu befürchten: SAT.1 wird morgen in seiner (“Wissens”)-Sendung planetopia (Sonntag, 16.01.2005 , 22:55) das Thema “Die Blogger kommen” behandeln. Johnny vom spreeblick wird auch drin vorkommen und bietet in seinem Weblogeintrag “Ihr kommt alle ins Fernsehen!” schonmal einen Vorgeschmack auf die Sendung:

Ich glaube, ich war nicht sensationell genug. Also wurden die Fragen wiederholt. Und nochmal. Und nochmal. Aber ich war immer noch nicht sensationell. Ich fand immer noch, dass es “die Blogger” nicht gibt, ich war immer noch nicht stolz auf “meine Macht”.

Dies dokumentiert er überzeugend durch den Zusammenschnitt der stets auf sensationellen Antworten insistierenden Fragen des Interviewers, die man sich kompakt als mp3 (4,35 MB) herunterladen und anhören kann.
Update, 17.01., 00.50 Uhr: Videoausschnitte der Planetopia-Sendung verlinkt bei plastic thinking. Zur Sendung selbst sag ich lieber nichts, nach Aussage des recherchierenden (!) Journalisten kann man ja sowieso nichts glauben, was in den Blogs steht…
Spreeblick’s Reaktion auf die Sendung: Willkommen, liebe Sat1 Zuschauer!

LOve & MOtion ausverkauft

LomoWall CharaktereLaserpointerlomographie
Lomographien mit Laserpointer, © Volker Schütz.

Gute und schlechte Nachrichten für alle Freunde der Lomographie:
Erst die ‘bad news’: Die Uraufführung des Dokumentarfilms “LOve & MOtion” ist beim Ophüls-Festival bereits ausverkauft!
Und die ‘good News’: Das Festival arbeitet daran, eine 2. Vorstellung einzurichten. Termin wird hier im Blog und auf loveandmotion.de bekanntgegeben.

Update 00.50 Uhr: Noch in dieser Nacht hat das Festival beschlossen, wegen der großen Nachfrage nach Karten, eine 2. Vorführung von “LOve & MOtion” einzurichten: am Donnerstag, den 20.01.05, um 16 Uhr, im kino 8 1/2 ist der Film von Christian Schmidt-David einen Tag nach seiner Uraufführung nochmal zu sehen.

Und eine wichtige Richtigstellung zum morgen in der Saarbrücker Zeitung erscheinenden Artikel zum Film “Roter Laser, blanke Haut und eine primitive Kamera” (Artikel als pdf, 92 kb):
Dort werde ich als ‘Lomographischer Botschafter’ zitiert, dies ist jedoch zuviel der Ehre, ich bin lediglich der Webdesigner der Homepage des Films.
Der Lomographische Botschafter heißt JOACHIM Trapp, und so sieht er aus:
Joachim Trapp
Foto aus dem RTL-Bericht zur LomoMax-Aktion in 2004.

Spiegel Online im Artikel “Schüsse aus der Hüfte” über Joachim Trapp:

Unter den in Berlin akkreditierten Botschaftern ist Joachim Trapp eine ungewöhnliche Erscheinung: Er repräsentiert keine Nation, sondern eine Idee. Trapp propagiert das sucherlose Fotografieren und empfiehlt, statt mit der Spiegelreflex- die Welt mit der Lomo-Kamera zu bereisen.

Saarland – Au(f/s)steigerland

SaarheimkehrerWuselkalenderSaarschleife

Saarland – ein Land mit wechselvoller Geschichte
Das Saarland heißt “Saar-land” schon seit 1935. Dennoch hat sich das “Saargebiet”, so hieß es laut Versailler Vertrag von 1920, im Sprachgebrauch der Älteren und vieler Nicht-Saarländer gehalten. Sprachliches Relikt einer wechselvollen Geschichte. Besonders in den letzten 200 Jahren, in denen das Land insgesamt achtmal seine Nationalität wechselte.
Quelle: bund.de

70 Jahre Volksabstimmung an der Saar, 13.01.1935: kein rühmliches Datum, aber eines, das die wechselhafte Geschichte des (bis 1990) jüngsten Bundeslandes der BRD deutlich macht.
Weitere Infos: Der Abstimmungskampf 1934/35 (Quelle: saarland.de)

Die Saarbrücker Zeitung beschreibt obiges, linke Foto (Landesarchiv) in ihrer heutigen Ausgabe mit den Worten:

Ein Willkommensgruß an Saarländer, die aus Übersee gekommen
waren, wurde vor 70 Jahren am Saarbrücker
Hauptbahnhof entboten. Die Bevölkerung erwartete, dass
die Landsleute aus der Fremde am 13. Januar 1935 für die
Rückkehr “heim ins Reich” stimmen würden.

Und der Wuselkalender nimmt -in der ihm eigenen Art- das historische Datum und den von der saarländischen Landesregierung in ihrer Imagekampagne gern benutzten Slogan vom Aufsteigerland auf, und verknüpft ihn mit der Rentenproblematik.
De Becker Heinz wird saahn: awwei awwer!