Debatte zu Übersetzerhonoraren auf SWR2

Der Streit um die Übersetzerhonorare wird am Montag (19.02.2007, 17.05 bis 17.50 Uhr) Thema der Radio-Sendung «SWR2 Forum» sein. Titel des Programms: «Kulturverpflichtung oder Wirtschaftsgut?»

Update 19.02.07, 19:50 Uhr: Der Beitrag ist nun hier zu hören:
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Es diskutieren unter der Moderation von Burkhard Müller-Ullrich:

Vor fünf Jahren wollte die Bundesregierung den Übersetzern etwas Gutes tun. Sie änderte das Urheberrechtsgesetz dahingehend, dass sie – so wie die Buchautoren – an den Verlagstantiemen beteiligt werden sollten. Wie das allerdings genau auszusehen habe, steht nicht im Gesetz. Da heißt es nur, dass sich die Übersetzer und die Verleger über eine angemessene Vergütung auseinandersetzen müssten. Das tun sie seither nicht. Statt miteinander zu verhandeln wird übereinander hergezogen – in der Öffentlichkeit. Kürzlich unternahmen einige Verleger einen Vorstoß und präsentierten ein sogenanntes Münchner Modell. Das fassten viele Übersetzer als Affront auf und seither tobt in den Feuilletons ein sogenannter Übersetzerstreit. Geht es dabei wirklich nur um Honorare? Oder ist auch eine Diskussion über kulturelle Zielbestimmungen an der Zeit?

VdÜ-Dossier zur Debatte um ÜbersetzerhonorareWer sich vor der Sendung noch einmal einen Überblick über den bisherigen Verlauf der Debatte um die Übersetzerhonorare machen möchte, findet auf den Seiten des Verbandes der deutschsprachigen Literaturübersetzer (VdÜ) ein stets aktualisiertes Dossier, das zwar beide Seiten zu Wort kommen lässt, aber naturgemäß – was die eigenen dort abgebildeten Texte anbelangt – den Standpunkt der Übersetzer und Übersetzerinnen vertritt.

7 Gedanken zu “Debatte zu Übersetzerhonoraren auf SWR2

  1. Lieber alivi!

    Ja, auch den Beitrag von Henning Ahrens haben wir gelesen, und im oben verlinkten Dossier das Nötige dazu geschrieben. Während der SZ-Artikel nur für Abonnenten zugängig ist, findet man die Texte des Dossiers frei zugängig im Netz, für dich als Sonderservice sogar hier nochmals zitiert:

    Am 17.2. vergleicht daraufhin Henning Ahrens in der SZ Äpfel und Birnen, pardon, Übersetzer und Autoren. Dabei geht es ihm weniger um die Frage einer angemessenen Entlohnung als um “Probleme von Rang und Anerkennung”. Nach Ansicht Ahrens’ sollten Übersetzer nicht besser verdienen als (deutsche) Autoren, da ihre Arbeit nicht denselben schöpferischen Stellenwert besitze. Die Inhalte der Debatte souverän ignorierend, unterstellt er den Übersetzern “Pauschalforderungen” und kann sich nicht entscheiden, ob deren Auftreten nun gewerkschafterlich oder divenhaft sei. Als Autor und Übersetzer in Personalunion findet er schließlich, dass “die Frage des Urheberrechts in gewisser Weise absurd ist – denn Urheber ist und bleibt der Autor.” Und Obst ist und bleibt der Apfel.

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