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Beiträge der Kategorie 'Politik'

Netzpolitik: Belebung der Politik durch das Web

von Markus — 08.02.2010, 00:41 Uhr · Keine Kommentare

Markus Beckedahl von netzpolitik.org hat heute Morgen schon auf Twitter auf das Radio-Feature «Demokratie 2.0» von MDR und RBB hingewiesen. Ich bin froh, dass ich mir heute Abend noch die Zeit genommen hatte, es anzuhören. Wer glaubt, die Jugend sei unpolitisch oder im TV wĂĽrde stets authentische politische Information geboten, sollte sich das unbedingt anhören.

Die junge Generation, die mit Internet und Digitaltechnik aufgewachsen ist, sieht immer mehr ihren Lebensraum bedroht. Nun nutzt sie die Möglichkeiten der digitalen Welt, sich zu vernetzen und für Freiheit und Offenheit in diesem Lebensraum zu kämpfen.

“Demokratie 2.0 – Wie die Internetgeneration Politik macht”, ein Feature von Karsten Kretzer. Gut gemacht. Sehr sinnvoll investierte 30 Minuten:

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Ich persönlich finde ja, dass durch die Möglichkeiten der Netzpolitik eine Chance auf Belebung der Politik eben durch das Web besteht. Dazu gehört auch, die Freiheit des Netzes zu verteidigen. Gegen die, denen diese ein Dorn im Auge ist. Hier und anderswo.

Kategorien: Politik · Radio

Gesperrt, gefiltert, abgeklemmt: Das unfreie Netz

von Markus — 22.01.2010, 12:56 Uhr · Keine Kommentare

Auf den Elektrischen Reporter habe ich hier ja schon sehr oft hingewiesen. Heute lohnt es sich wieder einmal ganz besonders. In der aktuellen Folge Gesperrt, gefiltert, abgeklemmt: Das unfreie Netz kümmert sich Mario Sixtus um das Thema Netzzensur, das auch nach dem vorläufigen Scheitern der Websperrenpläne der Bundesregierung (Stichwort #Zensursula) auch für uns in Deutschland noch lange nicht erledigt ist. Man schaue etwa nach Iran und wehre den Anfängen. Seht selbst:


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Kategorien: Internet · Politik · Video

arte-Webreportage: Afrika – 50 Jahre Unabhängigkeit

von Markus — 21.01.2010, 16:52 Uhr · 2 Kommentare

arte-Webreportage: Afrika – 50 Jahre Unabhängigkeit

arte lädt uns ein zu einer spannenden Reise in zwölf Etappen. Um den Kontinent zu entdecken, der 2010 50 Jahre Unabhängigkeit feiert.

Am Ende unserer Abenteuer jedenfalls wollen wir
ein Bild von Afrika ohne Vor-Bilder zeichnen –
ein Bild Afrikas voller Kontraste, voller BrĂĽche,
ein Bild seines Reichtums und seiner Gegensätze.
In zwölf Etappen richten wir unseren Blick dorthin.
So klarsichtig wie möglich –
auf jenen Kontinent, wo alles möglich ist.

Als Webreportage auf afrika.arte.tv. Jeden Monat im Jahr 2010 wird ein neues Land behandelt. Los geht’s im Januar mit Kamerun. Mit dem Senegal wird’s im Februar weitergehen. Schaut mal rein. Toll gemacht.

Kategorien: Politik · TV

Das Leben der Anderen: Abgehört in Ost & West

von Markus — 13.01.2010, 17:58 Uhr · Keine Kommentare

Das Leben der Anderen - Filmplakat Dass Ost und West nach dem Fall der Mauer möglichst rasch zusammen wachsen, haben sich viele von uns gewünscht. So war das aber nicht gemeint. Das Leben der Anderen. Bundesweit. Abgehört. Schätzungsweise 1 Million Menschen pro Jahr.

Kafka, Kanzler und da knackt nichts – Aus dem Inneren eines Überwachungsstaates. Ein Feature von Holger Siemann auf DLF. Unbedingt anhören, unglaublich:

Ein junger Mann erfährt durch eine Panne bei seinem Mobilfunkbetreiber, dass er von Verfassungsschutz und BKA abgehört wird. In einer Zeitung, der Polizisten die Abhörprotokolle verkauft haben, liest er ein Gespräch seiner Freundin im Wortlaut. Die Schlagzeile, seine Verhaftung als angeblicher GrĂĽnder der terroristischen Vereinigung “Militante Gruppe” stehe unmittelbar bevor, lässt ihn wochenlang bei jedem Geräusch hochschrecken.

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Ăśber das ungeheuerliche Vorgehen des Verfassungsschutzes gegenĂĽber der Militanten Gruppe, als ein Wissenschaftler vollkommen unschuldig monatelang in Untersuchungshaft genommen wurde, habe ich ja schon vor zweieinhalb Jahren berichtet. Das Leben der Anderen. Ein schauriger Geheimdienst-Thriller aus Ost und West.

[via netzpolitik.org]

Kategorien: Politik · Radio

Keine EU-Visumsfreiheit fĂĽr Bosnien-Herzegowina

von Markus — 04.01.2010, 17:46 Uhr · 8 Kommentare

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Menschen in d. Fußgängerzone von Sarajevo aus meinem Flickr-Album Sarajevo

Da ich erst kĂĽrzlich in Sarajevo war (siehe mein Bericht ĂĽber die Dienstreise), hat mich folgende Meldung sehr getroffen: Der Hohe Repräsentant fĂĽr Bosnien-Herzegowina, der Ă–sterreicher Valentin Inzko, legte heute Morgen im kurzen Interview auf DLF (9″43) beredtes Zeugnis darĂĽber ab, wie wenig sensibel BrĂĽsseler BĂĽrokraten sein können. Auch wenn es offenbar die Schuld bosnischer Regierungsvertreter ist, dass zwar Serbien, Montenegro und Mazedonien ab sofort die Vorteile der EU-Visumsfreiheit genieĂźen, aber Bosnien-Herzegowina nicht, hätte man sich aus historischen GrĂĽnden doch eine andere Lösung gewĂĽnscht.

Ausgerechnet Bosnien, ausgerechnet Sarajevo: Das vom Krieg in den 90ern geschundene Land unterliegt noch immer der Visumspflicht in der EU – Serbien dagegen nicht. Bis Juli soll es soweit sein, sagt Valentin Inzko – auch wenn das politische Klima im Land eher diskriminierend als demokratisch ist.

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DLF: «Die Bosnier verdienen das Gleiche»

Kategorien: Politik · Radio

Kathrin Hartmann: Ende der Märchenstunde

von Markus — 03.01.2010, 23:54 Uhr · 4 Kommentare

Kathrin Hartmann: 'Ende der Märchenstunde' Heute Abend habe ich aufgrund eines Twitter-Hinweises von Matthias Zellmer die SR-Sendung «Fragen an den Autor» (in dem Fall an die Autorin) vom 13.12.2009 als Podcast gehört. Thema der Sendung: Lifestyle-Ă–kos. Die Journalistin Kathrin Hartmann hat unter dem Titel «Ende der Märchenstunde» ein im Blessing-Verlag erschienenes Buch geschrieben, mit dem sie die trĂĽgerische Täuschung der Verbraucher offen legt, die glauben, alleine dadurch, dass sie Bioprodukte kaufen, retteten sie die Umwelt. Sie kritisiert damit nicht dieses Verhalten als solches, sondern sie klärt darĂĽber auf, wie groĂźe Konzerne mit lächerlichen Aktionen (Bier kaufen, Regenwald retten ect.) den Kunden ein falsches WohlgefĂĽhl zu vermitteln suchen. Hartmann rechnet mit dem Konzept des «Lifestyle of Health and Sustainability» (LOHAS) ab und bezeichnet dieses als modernen Ablasshandel, den die KonsumgĂĽterindustrie lediglich zur Konsumförderung erdacht hat. Christian SchlĂĽter beschreibt das sehr gut in seiner positiven Rezension des Buches in der Frankfurter Rundschau – Moderner Ablasshandel:

Hartmann beschreibt all dies in einem nüchternen Ton. Vorhaltungen sind ihre Sache nicht. Das liest sich angenehm – immerhin kommt man sich mit seinem vermurksten Konsumverhalten nicht wie der letzte Depp vor. Hartmann, früher Redakteurin der FR und beim Lohas-Fachblatt Neon, hält sich an die Fakten. Und die sprechen für sich: Es irrt gewaltig, wer glaubt, ohne politisches Engagement und schmerzfrei die Welt verändern zu können.

«Ende der Märchenstunde» ist fĂĽr mich eine PflichtlektĂĽre im Jahr 2010. Die Autorin hat auch ein Blog: ende-der-maerchenstunde.de.

[via @Zellmi]

Kategorien: Literatur · Politik

FĂĽr mich Deutschlands miesester Politiker: Roland Koch

von Markus — 30.12.2009, 12:08 Uhr · 15 Kommentare

Klaus Walter hat in der Taz einen hervorragenden Artikel veröffentlicht über einen der unsäglichsten Politiker, die zur Zeit in Deutschland agieren. Ich frage mich immer, wie es möglich ist, dass er mit seinem korrupten und verlogenen Handeln überhaupt noch ungestraft politisch agieren kann, aber der Artikel deutet an, wie ihm das gelingt (er versucht immer die Mehrheit anzusprechen und Minderheiten zu diffamieren oder zumindest zu ignorieren). Es geht um Roland Koch:

In demokratischen Ländern wĂĽrde man von einem Herbst der Skandale sprechen. In demokratischen Ländern hätten die Verantwortlichen zurĂĽcktreten mĂĽssen. In Hessen gilt: Was uns nicht umbringt … In zehn Jahren Amtszeit hat Ministerpräsident Roland Koch Hessen zu einem CDU-Staat umgebaut. “Ich bin Sprecher der schweigenden Mehrheit”, hat er mal gesagt. Da muss was dran sein, sonst hätten sie ihn längst in die WĂĽste geschickt. Der hessliche Herbst in fĂĽnf Folgen.

taz.de: System Koch – Der Hessen-Berlusconi

[via @zeitonline]
(Finde ich ĂĽbrigens klasse, dass ZEITonline auf Twitter auf den taz-Artikel hinweist.)

Kategorien: Artikel · Politik

Das Jahr 2009 in FASZ-Titelbildern

von Markus — 28.12.2009, 20:53 Uhr · 4 Kommentare


Direktlink YouTube

Ich bewundere ja jeden Sonntag Frau Apfelmuse1, die mit kreativer Energie die Titelseiten der FASZ in Bachmichels Haus, in meiner saarländischen Heimat in Eppelborn, ablichtet. Passend zur jeweiligen Ausgabe sucht sie in oder um das Haus herum ein passendes Motiv zur fotografischen Inszenierung der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Nun hat sie für das in diesen Tagen zu Ende gehende Jahr 2009 ein Video erstellt, in dem sie alle Sonntagszeitungen des Jahres noch mal Revue passieren lässt. Die etwas andere Art des Jahresrückblickes…

  1. Von Frau Apfelmuse war schon mehrfach hier im Blog die Rede. []

Kategorien: Foto · Literatur · Politik


 

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