Fettucini mit Shiitake in Weißwein-Sahne-Soße

Fettucini mit Shiitake

Mittlerweile darf ich eigentlich keine Bilder mehr vom Essen posten, weil ich danach sofort nach dem Rezept gefragt werde. Ich entwickle mich noch zum Foodblogger, obwohl das Kochen eigentlich gar nicht meine Stärke ist.

Aber natürlich komme ich dem Rezeptwunsch gerne nach. Weil meine spanischsprachigen LeserInnen die Rezepte immer ins Spanische übersetzen müssen, mache ich’s dieses Mal umgekehrt und poste das Rezept auf Spanisch. Google Translate ist euer Freund, Verständnisfragen kläre ich auch gerne in den Kommentaren, vielleicht kommentiert dann auch mal wieder jemand. wink

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Auberginen mit Honig und Thymian – Berenjenas a la miel

Auberginen mit Honig und Thymian

Dies ist mit Abstand die leckerste Art, Auberginen zuzubereiten. Die Kombi Auberginen, Honig und Thymian ist einfach großartig. Dazu geht es auch noch super einfach und schnell (in einer halben Stunde ist dieses andalusische Gericht auf die Teller gezaubert). Solche Rezepte liebe ich. Und teile sie, wie immer, gerne mit euch. So kam’s und so geht’s:

Claudia Roden: «Spanien – Das Kochbuch»Auf das Rezept bin ich gestoßen, als ich bei meinem Nachbarn in dem tollen «Spanien – Das Kochbuch»1 von Claudia Roden geblättert habe und darin auf eine Abbildung mit Auberginen in Honig gestoßen bin. Ein altes andalusisches Rezept, geprägt von der maurischen Zeit Spaniens. Mir war sofort klar, das muss ich unbedingt ausprobieren. Und aus verschiedenen Rezepten habe ich zwei Varianten ausprobiert, die ich hier gerne vorstellen möchte. Vorneweg möchte ich euch aber das erwähnte Kochbuch der britischen Autorin Claudia Roden, der «große(n) alte(n) Dame der (arabischen) Mittelmeerküche» (Zitat Silke-Katinka Feltes), ans Herz bzw. an den Herd legen.

Zutaten:

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  1. „Spanien – Das Kochbuch“, Verlag: Christian München, 2012. 512 Seiten, ca. 338 Abbildungen, ISBN-13: 978-3-86244-185-3, 19,99€. im Original: „The food of Spain: a celebration“, London: Michael Joseph, 2012. []

Grüner Spargel mit in Honig mariniertem Ziegenkäse

Einer der meist aufgerufenen Artikel dieses Blogs ist Gerösteter Grüner Spargel mit Olivenöl & Balsamico aus dem Jahr 2009. Es gab Jahre, da hab ich erst über die Blogstatistik mitbekommen, dass Spargelzeit ist. Denn taucht der Artikel in den Aufrufen auf (ihr glaubt gar nicht, wie viele Menschen „Rezept Grüner Spargel“ in Google eingeben), weiß ich, dass wieder Spargelzeit ist. Sieben Jahre nach der Veröffentlichung dieses Rezeptes ist es mal an der Zeit, meiner geschätzten und genussorientierten Leserschaft, eine Variante dieses famosen grünen Spargels aus dem Backofen anzubieten, die gleichzeitig auch Vegetarier erfreuen wird, da man den Schinken auch prima weglassen kann:

Grüner Spargel mit in Honig mariniertem Ziegenkäse

Grüner Spargel mit in Honig mariniertem Ziegenkäse

Die Zubereitung ist sehr einfach, von daher passt das Ganze auch gut zum grünen Spargel:
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Tortilla-Rezept in einem Tweet & ausführliche Variante vom spanischen Experten

Meine Tortilla-Variante

Als ich neulich ganz stolz eine von mir kurz zuvor zubereitete Tortilla gezeigt hatte, wurde ich von der gerade Lust darauf bekommenden @OPL_Tante gefragt, ob sie das Rezept haben könne. Da überlegte ich, ob man das Rezept wohl in einem einzigen Tweet – mit bekanntlich nur 140 Zeichen minus 11 Zeichen für die @OPL_Tante – zusammenfassen könnte, und siehe da, es ging:
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Scharfe Sachen selbst und leicht gemacht: Mexikanische Marinade

Grundsubstanz Mexikanische Marinade im Zerkleinerer

Für ein gemeinsames Grillen mit Kollegen aus der Stabi habe ich letztes Wochenende selbst eingelegte Bio-Hähnchenbrustfilets mitgebracht. Da Interesse am Rezept besteht, beschreibe ich hier, wie ich die Marinade gemacht habe. Eins vorneweg: Das ist kein typisch mexikanisches Rezept, sondern eine eigene Kreation mit dem, was gerade griffbereit war. Aber so eine Marinade könnte tatsächlich so in Mexiko zubereitet worden sein. Die Zutaten sind für 1,5 kg Grillgut bemessen. Klar, dass damit auch anderes Fleisch eingelegt werden kann.

So geht’s – in einen Zerkleinerer geben:
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Der Grießklößchen-Koch hat wieder zugeschlagen

griesskloesschensuppe Meine Großmutter Adelheid (1895-1984) war gelernte Köchin. Im zarten Alter von 7 (!) Jahren durfte ich bei ihr lernen, wie man eine Grießklößchensuppe kocht. Das war das erste Gericht, das ich kochen konnte und in der Folge durfte und wollte ich das des öfteren tun. Zum Leidwesen mancher Familienmitglieder. So kommentierte meine Schwester vor etwas mehr als zwei Jahren hier im Blog, als ich den Vertrag zur Aufstockung auf eine ganze Stelle in der Stabi Hamburg unterschrieb:

Hallo kleiner Bruder,

habe mich sehr gefreut zu lesen, dass es jetzt für dich weiter geht in Hamburg.
Ich weiß, dass du auch das schaffst wie so vieles im Leben.

Aber auch aus einem Grießklößchen Koch kann was werden.

Ich sehe dich heute noch an Mamas Küchenschrank stehen und die Suppe vorbereiten die wir Großen dann essen mussten.
Kann bis heute noch keine mehr essen.

Ciao
Deine Schwester

Liebe Schwester, wenn Du das nächste mal nach Hamburg kommst, werde ich die Suppe mal wieder kochen. Du darfst dann probieren, musst sie aber nicht essen, falls die traumatischen Erinnerungen an Deine Jugend Dich davon abhalten. Das Rezept, das deinen kleinen Bruder nach all der Zeit wieder als Grießklößchen-Koch an den Herd getrieben hat, stammt übrigens von Herrn Grün: «Sonntagssuppe mit selbst gemachten Grießklößchen». Die Zubereitung dieser schmackhaften Suppe nach dem Grün’schen Rezept weicht ein bisschen von dem ab, was ich vor über 40 Jahren von unserer Oma Adelheid gelernt habe, die Grießklößchen-Suppe war aber auch so sehr köstlich.

La Comida Mexicana – Das mexikanische Essen

Auch wenn ich nicht wegen des Essens nach Mexiko zurückgekehrt bin, sondern um nach sehr langer Zeit endlich wieder meine mexikanischen Freunde zu besuchen, möchte ich nun auch mal was über die mexikanische Küche schreiben. Ich liebe das mexikanische Essen, mein Leibgericht ist Mole (dazu gleich mehr), aber auch die Tacos (de Pastor), Burritos und Enchiladas stehen ganz oben auf meiner Wunschliste der Comida Mexicana. Einige Bilder und Worte dazu im Folgenden, teilweise schon getwittert, doch nun im Zusammenhang:

Mole ist auch im Brötchen sehr lecker: dann heißt das Gericht: Torta de Mole Ramona, in deren wunderschönem Haus ich schon während meines Auslandsstudiums vor über 20 Jahren wohnte, hat mir bereits in den ersten Tagen meiner Rückkehr nach Chihuahua mein – wie Text & Blog-Leser wissen – Lieblingsessen zubereitet: Mole (Rezept auf deutsch).

Mole - ein Traum aus Hähnchen, Schoko & Chili

Mole ist ein Gericht, das auf den ersten Blick etwas – ich sage mal – gewöhnungsbedürftig aussieht und dessen Zutaten (Schokolade, zahlreiche verschiedene Chili-Sorten, Hähnchen) den ein oder anderen verwirren mögen. Doch weder von dem einen noch von dem anderen sollte man sich abschrecken lassen: Mole ist einfach unheimlich lecker. Dazu isst man Weizen- oder Mais-Tortillas, oder gerne auch Reis. Oder man geniest es als Torta de Mole – im Brötchen, siehe kleines Foto oben.

Was ich ja auch wahnsinnig gerne esse sind Tacos, besonders angetan haben es mir die Tacos al Pastor (Info siehe Wikipedia). Ein Restaurant, das diese in Chihuahua ganz hervorragend zubereitet, ist Tacos Orientales de Cuernavaca, gar nicht weit von Ramonas Haus entfernt. Wir konnten trotz wahnsinniger Hitze zu Fuß dort hin gehen. So sehen sie aus, die Tacos al Pastor (diese hier wurden sogar mit Ananas zubereitet, hmmm, sehr lecker):

Tacos al Pastor

frische Papaya mit Naturjogurt Wenn ihr euch fragt, was man hier so frühstückt, so kann ich sagen, da gibt es eine weite Bandbreite von Möglichkeiten. Der Einfluss der nahe gelegenen USA lässt grüßen, sprich: man futtert gerne Kellogg’s & Konsorten. Aber auch authentisches und/oder gesundes Essen steht auf dem mexikanischen Frühstücksspeiseplan. Zwei Beispiele: frische Papaya mit Naturjogurt – ein Traum! – (Foto links) oder Huevos Rancheros (übersetzt etwa «Eier nach Farmerart»; Info: Wikipedia):

Huevos Rancheros - Spiegeleier mit Tortilla, Frijoles (=Bohnen), und einer scharfen Salsa de tomate

Zum Essen gehört natürlich auch der Einkauf. Die Geschäfte und Supermärkte sehen auf den ersten Blick gar nicht so viel anders aus als bei uns:

Auf den 1. Blick kaum anders als bei uns: die Obst- und Gemüseecke im Supermarkt Soriana

Seit an Seit: Chile Jalapeño und Tomaten Bei näherem Hinschauen werden die Unterschiede aber schon deutlich. Daher zeige ich in der Folge einige Fotoimpressionen von Einkaufstouren der letzten Tage in Chihuahua – für mich, wie immer, ein Wiedersehen mit schon damals lieb gewonnen Traditionen:

Den Verzehr von Kaktusblättern darf man sich nicht als stachelige Angelegenheit vorstellen. Selbstverständlich werden die Blätter der Kakteen von sämtlichen Stacheln befreit, ehe sie zum Verkauf angeboten werden. Mit den hier unten zu sehenden Nopales hat Ramona einen leckern Kaktussalat mit Avocados gezaubert, der zusammen mit Tortillas und Käse – siehe Foto – sehr lecker geschmeckt hat:


Noplales: Kaktusblätter sind ein schmackhaftes Gemüse

Diese Aufbauten sind einfach ein Traum für jeden Chili-Fan: zig verschiedene Chili-Sorten, soweit das Auge reicht:

Hier gibt es immer zig Chili-Sorten zur Auswahl

Auch das gehört zum (nord-)mexikanischen Einkauf: ehe man auf den Markt im Zentrum der Stadt kommt, passiert man erst mal Klein-Las Vegas – ein paar schon in die Jahre gekommene Spielautomaten locken die Zocker der Stadt. Wenn ihr das Foto in groß betrachtet, entdeckt ihr auch das Hinweisschild Quesos Menonitas, das sind die von den in und um Chihuahua lebenden Mennoniten (siehe dazu auch meine «Stellet Licht»-Rezension) erstellten Käsesorten, die sich in Chihuahua großer Beliebtheit erfreuen:

Spieler am Eingang zum Markt

Vom Einkauf zurück zum Essen: Da dieser Artikel mit Mole begann, soll er auch damit enden, und zwar mit einer Mole-ähnlichen Variante, die Ramona am heutigen Sonntag-Mittag gezaubert hat: Mancha Manteles, einem Schweinefleischragout mit Chilis und Früchten. Ich kann nur sagen, das war gerade sehr, sehr großartig:

Mancha Manteles - Schweinefleisch mit Chili & Früchten

Wie lecker das war, was Ramona da nach mühevoller Zubereitungszeit auf den Tisch gebracht hat, lässt sich kaum mit Worten beschreiben. Ich glaube, dieses Bild sagt alles:

War so lecker: Teller komplett geräumt

Und es gab sogar noch einen wohl schmeckenden Postre (sprich: Nachtisch): Äpfel, Birnen, Nüsse und Mango-Jogurt – riquíssimo:

Nachtisch: Äpfel, Birnen, Nüsse & Mango-Jogurt

Niemand wird sich wundern, wenn ich gestehe, dass ich nicht nur wegen der netten Menschen und wegen des großartigen Landes – das momentan in Sachen innerer Sicherheit eine schwere Krise durchläuft (dazu von zuhause aus mehr) – nach Mexiko zurückgekehrt bin, sondern auch wegen der Cocina Mexicana, der unfassbar abwechslungsreichen und leckeren mexikanischen Küche.

Mir bleibt nur Eines zu sagen: Gracias Ramona.