Festivalbericht San Sebastián 2017

In neun Tagen habe ich 43 Filme gesehen, das macht fast fünf pro Tag. Etwas weniger als im Vorjahr, doch dazu war diesmal das Wetter (bei sonnigen 26-28°) zu gut und der Strand zu oft zu verlockend. Es war natürlich trotzdem, wie immer, eine viel zu große Zahl von Filmen in so kurzer Zeit.

Ein paar Bilder hab ich ja schon von Spanien aus gebloggt. Meine Tweets zum Festival – auch mit vielen Fotos – gibt’s hier. Meine brandneue 360°-Kamera hatte ich auch dabei, dazu wird’s aber einen gesonderten Artikel geben. Vorneweg schon mal eine 360°-Aufnahme meines Lieblingskinos, des Teatro Victoria Eugenia. Bitte unbedingt rein klicken und mit der Maus in alle Richtungen bewegen und zoomen, schaut euch die Decke an und den roten Samtvorhang vor der Leinwand. Ein Traum von Kino:
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Gruß aus San Sebastián

Eine kurze Zwischenmeldung mitten aus dem Festivalgeschehen. 2017 ist ein guter Kinojahrgang, bereits 30 Filme gesehen, darunter etliche bemerkenswerte, mein Bericht folgt wie immer eine Woche nach Ende des Festivals. Traumhaftes Wetter, genieße es im Atlantik zu schwimmen, nette Menschen wieder zu treffen (bin zum 23. Mal hier). Und dass man hier in Donostia gut essen (und guten Wein trinken) kann, dürfte auch hinlänglich bekannt sein. Als kleinen Zwischeneindruck aus San Sebastián poste ich schon mal drei Bilder zur Ansicht, weitere Fotos samt Statusmeldungen gibt‘s wie immer täglich auf Twitter, Instagram und Facebook.
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Toller Instagram-Account: El País México

Instagram-Account von El País México

Ich bin ja ein großer Fan von Instagram und hab auch schon Einiges dazu veröffentlicht, wie man es beruflich – in meinem Fall in Bibliotheken – einsetzen kann. Heute möchte ich mal einen Instagram-Account empfehlen, der immer wieder mit guten Fotos und kurzen Texten zum aktuellen Geschehen in Mexiko informiert: den Instagram-Account des mexikanischen Ablegers der spanischen Tageszeitung El País: elpais_mexico.
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Kubanische Filmreihe im 3001 Kino

Im Dezember war ich ja auf dem Internationalen Festival des Lateinamerikanischen Kinos in Havanna (hier mein Festivalbericht). Einige der dort gezeigten Filme sind nun vom 16. – 21. Mai 2017 in Hamburg zu sehen. Ich kann sie durch die Bank empfehlen. Also schaut euch mal das Programm an, klickt in die Trailer, zückt eure Kalender und notiert euch die Termine der Filme, die euch zusagen:

Das 3001 Kino kündigt das Festival Cine Cubano mit diesen Worten an:

Wir freuen uns auf interessante Filmtage mit Ihnen und unseren Gästen aus Kuba! Kuba ist aus der Welt des Jazz nicht mehr wegzudenken. Die hochkarätigen Musikfilme „Playing Lecuona“ und „Cubajazz“ sind ein klares Muss für Musikliebhaber. Luis Alberto García, „das Gesicht des kubanischen Kinos“,wird bei uns den Episodenfilm Espejuelos Oscuros vorstellen, der sich unterschiedliche Momente der kubanischen Geschichte unterhaltsam, aber sehr offen vorknöpft.

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In Joan Miró inspirierte Animation von Lorcas «Romance Sonámbulo»

Was für eine großartige Animation: «The Sleepwalker» (Der Schlafwandler) von Theodore Ushev. Der in Bulgarien geborene und in Kanada lebende Illustrator Theodore Ushev hat García Lorcas Gedicht «Romance Sonámbulo» in einer durch Joan Miró inspirierten Bildsprache animiert. Kann man sich mehrfach hintereinander anschauen, wirklich toll gemacht. Die fantastische Musik stammt von dem bulgarischen Komponisten Kottarashky.
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Impressionen aus Havanna 2016

Hauszeile in Havanna

Hier noch mein abschließender Kuba-Bericht mit den weiteren Fotos, nach dem Auftaktartikel mit ersten Bildern aus Havanna und dem Filmfestivalbericht.

Viele haben vor dem Antritt meiner Reise nach Kuba gemeint, das sei ja jetzt eine spannende Zeit direkt nach dem Tod von Fidel Castro. Viele Analysten prognostizieren seit Jahren, dass sich in Kuba so richtig erst etwas ändern wird, wenn Castro gestorben ist. Doch solche Prozesse sind langwierige. Mir war schon vor meiner Reise klar, dass da jetzt nicht sofort etwas passieren oder zu bemerken sein wird. Es ist auch die Frage, ob jetzt überhaupt eine spürbare Veränderung eintritt, oder ob nicht erst mit dem Abtreten von Raúl Castro 2018 ein weiterer Wandel in Kuba eingeleitet wird. Was man aber gespürt hat, war die aufrichtige Trauer über Castros Tod.
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Festivalbericht Havanna 2016

Das Internationale Filmfestival des Lateinamerikanischen Kinos ist ein richtig großes Festival. Vom 8.-18. Dezember 2016 sind in mehreren über Havanna verteilten Kinos 400 Filme und Dokumentationen gezeigt worden. In 10 Tagen habe ich 45 davon gesehen, also viereinhalb pro Tag. Der übliche Filmmarathon, wie ich ihn schon von der Berlinale und von San Sebastián gewohnt bin. Dieses Mal unter etwas erschwerten Bedingungen, da alles im Wechselspiel zwischen großer karibischer Hitze und auf Kühlschranktemperaturen herunter gekühlten Kinos statt gefunden hat. Ein Wunder, dass ich nicht krank geworden bin.

Die erste Filmschiene begann morgens um 10 Uhr, die letzten Streifen wurden abends ab 22:30 Uhr gezeigt. Bis auf einige wenige Pannen war das Festival wirklich sehr gut organisiert. Die Atmosphäre in den kubanischen Kinos ist immer eine ganz besondere. Wenn das Handy klingelt, wird das Gespräch auch schon mal angenommen und dem Anrufenden wird für eine gut hörbar erläutert, dass man gerade im Kino sei. Und wenn einem etwas auf der Leinwand nicht passt, wird es auch schon mal einfach so vom Publikum entsprechend laut kommentiert. Das kann schon nerven, es war auf jeden Fall eine ganz neue Kinoerfahrung.

Vor jedem Film wurde der Festivaltrailer gezeigt, die Melodie des Filmchens begleitete uns als Ohrwurm durch die Festivaltage in Havanna:

Hier nun die TOP 10 der sehenswerten Filme aus meiner persönlichen Sicht, in chronologischer Reihenfolge, wie ich sie sah; die Reihenfolge stellt also keine Wertung dar:
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Zurück aus Kuba – Zurück in der Kälte und im Netz

Hausecke in der Altstadt Havannas

Bin gestern Nachmittag wieder gut in Hamburg gelandet und habe heute noch frei, um den Jetlag (6 h Zeitdifferenz) zu überwinden. Empfinde die Kälte in Deutschland gerade als ganz angenehm nach der doch recht anstrengenden Hitze (26-28°) in der Karibik, siehe gleißendes Sonnenlicht auf dem Foto aus der historischen Altstadt Havannas, das ich am Sonntag noch aufgenommen habe.

Und das Beste: ich habe wieder durchgehend Internet. Jeden Tag nur 5-10 Minuten ins Internet gehen zu können, war für 13 Tage auf Kuba doch eine große Herausforderung für mich. Festivalbericht, weitere Bilder und Text zu Kuba folgt.