Instagram für Bibliotheken – Mein BuB-Artikel nun auch frei im Netz

Die Sonne kommt doch wieder, oder? ODER? #puddlegram #stabihh #bibliothek #hamburg #library #welovehh

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In der Stabi zeigen wir (meistens ich) jeden Werktag ein Foto auf Instagram. So wie letzten Mittwoch dieses bei Hamburger Wetter aufgenommene Pfützen-Foto der Stabi – auf Instagram heißt sowas #puddlegram. Warum wir das machen, und warum andere Bibliotheken das auch machen sollten, habe ich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift «BuB – Forum Bibliothek und Information» aufgeschrieben. Der Artikel ist diese Woche online frei zugänglich gemacht worden:

Instagram für Bibliotheken: Nutzernähe, Aufmerksamkeit und viele Möglichkeiten zur Vernetzung

Was bringt es Bibliotheken, Instagram zu nutzen? Warum sollten Informationseinrichtungen, die schließlich nicht dafür gegründet wurden, Bilder unter die Menschheit zu bringen, genau das doch tun? Was von Zweiflern zunächst kritisch beäugt wird, kann ein niedrigschwelliger Einstieg für Bibliotheken in das Aufgabengebiet Social Media sein. In der Folge wird dargestellt, warum die Staats- und Universitätsbibliothek (Stabi) Hamburg diesen noch relativ neuen Weg der bildgestützten Kommunikation beschritten hat und was es ihr bis dato gebracht hat. Neben Motivation und Praxis des Instagram-Einsatzes im Rahmen des Social-Media-Konzeptes werden Tipps zur technischen Realisierung gegeben und auf weiterführende Literatur verwiesen.

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Vergesst ‘House of Cards’: Zum Hintergrund der Präsidentschaft von Donald Trump

Washington Post: Stephen K. Bannon, left, President Trump's chief strategist, served as political adviser and business partner of Robert Mercer and his daughter Rebekah

Wenn man sich mal näher anschaut, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten werden konnte, kommt einem House of cards wie ein Kindergarten vor.

Zwei gute Artikel zu den Hintergründen, wie es der Finanzfamilie Mercer und Ex-Breitbart-Chef Steve Bannon gelang, Trump dorthin zu katapultieren, wo er jetzt zu unserem täglichen Erstaunen und Bedauern sein Unwesen treibt:
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Wertvolle Sonntagslektüren dank Twitter

Twitter ist einfach wunderbar. Wenn man sich die Zeit nimmt, eine Timeline zu kuratieren (d.h. den richtigen Leuten zu folgen), die einem interessante Links beschert, profitiert man davon ungemein, Tag für Tag. Ich investiere jeden Tag mehrere Stunden in Twitter. Ok, es gehört auch zu meinem Job auf Twitter aktiv zu sein, weil ich für Social Media an der @StabiHH verantwortlich bin. Aber ich würde das auch machen, wenn es nicht mein Job wäre. Wie ich heute morgen schrieb: Twitter ist gut investierte Zeit.

Zwei Beispiele für sehr gute Texte, auf die ich heute dank Twitter gestoßen bin:

Mindcraft Clive Thompson erklärt in der New York Times die Faszination des enorm erfolgreichen Spieles Minecraft, u.a. anhand der Analogie von Lego und Minecraft, die einleuchtend ist, die ich aber bisher nie so gesehen habe:

How a clunky Swedish computer game is teaching millions of children to master the digital world.

Weiter lesen auf NYTimes: «The Minecraft Generation».

Den Tipp verdanke ich @Doktordab.
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Big Data in der Kunstgeschichte schafft neuen Rembrandt

Was für ein faszinierendes Projekt: In einer Datenbank haben Wissenschaftler in den Niederlanden die Werke Rembrandts abgespeichert, genau unterteilt in Porträts, Männer, Frauen, Blickrichtung, Hautfarbe, Haarfarbe, Licht usw. . Basierend auf einem wirklich umfassenden Datenbestand und technisch realisiert mit einem 3D-Drucker, haben sie tatsächlich einen neuen Rembrandt geschaffen. Obiges Video gibt einen raschen Einblick in das Projekt «The Next Rembrandt». Der Text auf Open Culture erläutert die Hintergründe im Detail:
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Was ist heute eigentlich “rechts”? Und wann müssen wir etwas dagegen tun?

Tweet der Woche Man muss kein Hellseher sein, um vorher zu sagen, dass wir am Sonntag-Abend ab 18 Uhr mit schlimmen, wirklich schlimmen Wahlprognosen und wenig später mit furchtbaren, wirklich furchtbaren Wahlergebnissen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt konfrontiert werden. Wie werden wir umgehen mit dem zu erwartenden Schock, dass mit der AfD eine rechtsextreme Partei in drei weitere Landesparlamente einzieht? Ist es legitim von einem Vormarsch der Nazis zu sprechen? Oder ist diese Wortwahl gefährlich? Die Relativierung der Protestwähler am äußersten rechten Rand als “besorgte Bürger” ist unerträglich, weil damit Verständnis für Menschen zum Ausdruck gebracht wird, die klatschen, wenn – oder es zumindest billigen, dass – Asylunterkünfte brennen. Und doch muss man aufpassen, eine ganze Gruppe politisch verwirrter Geister nicht noch weiter in die Arme der Neonazis zu treiben. Vorbereitend für dieses Dilemma nach dem 13. März hat @SimonHurtz dieser Tage auf Twitter eine wertvolle Lektüreempfehlung geteilt, wofür ihm die Auszeichnung Tweet der Woche gebührt:

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Anmerkung: Die Überschrift dieses Artikels «Was ist heute eigentlich “rechts”? Und wann müssen wir etwas dagegen tun?» ist ein Zitat aus dem von @SimonHurtz empfohlenen Text von Friedemann Karig (@f_karig).

Aufklärungsarbeit in Sachen Social Media für Bibliotheken

Anika Pfützner: Social Media-Aktivitäten wissenschaftlicher Bibliotheken

Anika Pfützner hat auf Informationspraxis einen Artikel eingestellt, der sich zur Zeit im Open-Peer-Review-Verfahren befindet. Ihre Arbeit mit dem Titel «Social Media-Aktivitäten wissenschaftlicher Bibliotheken – Ergebnisse einer Bachelorarbeit» (Link) habe ich mit Interesse gelesen und in einem Kommentar beantwortet, der mit diesen Worten endet:

Trotz der hier aufgeführten Verbesserungsvorschläge und Kritikpunkte handelt es sich bei der Arbeit von Anika Pfützner um eine gute Übersicht zur vielfältigen Arbeit rund um Social Media in wissenschaftlichen Bibliotheken. Eine persönliche Anmerkung sei mir am Ende erlaubt: Mehrmals habe ich bei der Lektüre gedacht: „Wow, an was wir Social-Media-Zuständigen hier alles denken müssen bei unserer komplexen und zeitintensiven Arbeit“. Dass es auch im Jahr 2016 immer noch Bibliotheken gibt, die das Thema Social Media nicht auf dem Schirm haben und es gnadenlos unterschätzen, zeigt, dass hier noch Einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten ist. Auch dazu dient die hier vorgelegte Untersuchung.

Zusätzlich zu meinem Kommentar kann ich hier noch verraten, welcher mein Lieblingssatz aus dem Text ist:

Für einige Bibliotheken hat der Kampf um geeignete Mitarbeiter bereits begonnen.

Die Evolution des Museumsbesuchs zum persönlichen Erlebnis

Bildbetrachterin Frau Indica

Heute möchte ich einen Artikel zur Lektüre empfehlen, der exemplarisch zeigt, wie sich in den letzten Jahrhunderten die Aufgabe und das Selbstverständnis von Museen verändert haben. Doch zuvor sei mir ein kurzer, persönlicher Epilog erlaubt, der aber genau auf das hinführt, was die Grundaussage des empfohlenen Artikels ausmacht:

Wer dieses Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich gerne in Museen gehe und dann auch darüber blogge. Häufig passiert das gemeinsam mit meiner lieben Berliner Bekannten, Frau Indica. Dass diese Besuche immer auch sehr individuell sind und wir uns mit den gezeigten Kunstwerken auf unsere eigene Art auseinandersetzen, dürfte dabei auch aufgefallen sein. Als Beispiel nenne ich nur den Artikel: «Meisterwerke in neuem Licht und crossmediales Augenzwinkern». Was ich damit meine, und damit ihr nicht den ganzen Artikel nochmal lesen müsst, ist in diesem Zitat gut zusammengefasst: Weiter lesen