Twitterern geht das @ gut von der Hand

Tweet der Woche Da unser aller Name auf Twitter mit einem „@“ beginnt, und wir ständig handschriftlich unsere Twitternamen weiter geben oder bei Konferenzen und TweetUps auf unsere Namensschildchen krakeln, könnte was dran sein an der vielleicht gar nicht so steilen These des Tweets der Woche von @JuleGrasz:

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Gut in Havanna angekommen

Bin gestern gut in Havanna angekommen und um 20:30 Ortszeit (nach fast 24 h auf den Beinen) todmüde ins Bett gefallen. Hier ist es schwer ins Internet zu kommen und dazu noch sehr teuer (4,50 Euro für 1 Stunde). Bin gut abgekommen und hab Glück mit der Unterbringung. Sehr nette Familie. Ruhiges kleines Zimmer in der Altstadt mit eigenem Bad.

Hier ein paar Fotos vom ersten Tag:

Jetzt gehe ich ins Hotel Nacional, um mich für das morgen beginnende Festival zu akkreditieren. Ganz schön heiß hier, mind. 25/26 Grad. Aber ich gehe am Malecón entlang, der frische Wind an der Küste macht den Spaziergang erträglich. wink

12 Jahre Text & Blog

12 Jahre Text & Blog

In Hamburg ist der 1. November kein Feiertag. Für mich gibt’s aber heute trotzdem was zu feiern: den Geburtstag meines Blogs. Heute vor 12 Jahren fing ich – damals noch in Saarbrücken lebend – mit dem Bloggen an. An einem Feiertag, denn im Saarland ist Allerheiligen ein Feiertag. Ein halbes Jahr später hat es mich nach Hamburg verschlagen.

Wie jedes Jahr auch dieses Mal ein kurzer Blick auf die Statistik: In den 4.380 Tagen des Bestehens meines Blogs habe ich hier 4.325 Beiträge verfasst, das macht einen pro Tag (um genau zu sein: 0,99/Tag). Und das seit 12 Jahren. Ich denke, das sagt Einiges darüber aus, wie viel mir das Blog bedeutet. Ich danke allen, die hier ab und an mitlesen und die hier manchmal sogar kommentieren. Ohne euch wäre dieses Blog nicht so alt geworden wie es ist.

Felix Stalder: «Kultur der Digitalität» (Vortrag & Buch)

Kultur der Digitalität Ein Buch, das ich gerade mit großem Interesse lese, von dem ich sehr fasziniert bin und das ich bereits jetzt – obwohl ich es noch gar nicht zu Ende gelesen habe – ganz unbedingt zur Lektüre empfehlen kann, ist «Kultur der Digitalität» (Leseprobe) von Felix Stalder.

Der Autor ist Pro­fes­sor für Di­gi­ta­le Kul­tur und Theo­ri­en der Ver­net­zung in Zürich. Ich habe Stalder schon 2013, wie ich gerade sah, sogar schon 2012, auf Twitter erwähnt, und leider wieder vergessen. Das wäre dann eher ein Beitrag zur Amnesie der Digitalität. Jetzt folge ich ihm auf Twitter (@stalfel) und bleibe am Ball. Aber ernsthaft: lest dieses Buch, es ist großartig.
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Ich mag „es“, wie @sasa_s und @davidhug auf Twitter miteinander kommunizieren

Tweet der Woche Wie gestern schon auf Twitter gestanden, mag ich die Frage-Antwort-Spielchen von @sasa_s und @davidhug. Die beiden Textakrobaten spielen sich absurde Zitate aus Presse- oder Werbetexten zu. Die Antworten sind dabei mindestens so lesenswert wie die Fragen. Beides ein großer Spaß. Seht selbst, der Tweet der Woche – in diesem Fall nur ein Beispiel dieses umfangreichen Textschaffens – zeigt „es“ ganz gut:

Weitere Beispiele dieses bisher noch wenig erforschten Microblogging-Genres liefert die Twittersuche, speist man sie mit den Namen der beiden Autoren. Da hat sich bereits ein Textkörper angesammelt, der sich der literaturwissenschaftlichen Feldforschung geradezu aufdrängt. Ich liebe es ja, Twitter mit den Werkszeugen der Germanistik zu analysieren und möchte bei dieser Gelegenheit an meine erste Twitkrit von vor ewigen Zeiten (wir sprechen hier über das Jahr 2008) erinnern, bei der ich ein Standardwerk der Germanistik, Eberhard Lämmerts «Bauformen des Erzählens», auf einen Tweet von Frau Lorelei angewandt habe.

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Wertvolle Sonntagslektüren dank Twitter

Twitter ist einfach wunderbar. Wenn man sich die Zeit nimmt, eine Timeline zu kuratieren (d.h. den richtigen Leuten zu folgen), die einem interessante Links beschert, profitiert man davon ungemein, Tag für Tag. Ich investiere jeden Tag mehrere Stunden in Twitter. Ok, es gehört auch zu meinem Job auf Twitter aktiv zu sein, weil ich für Social Media an der @StabiHH verantwortlich bin. Aber ich würde das auch machen, wenn es nicht mein Job wäre. Wie ich heute morgen schrieb: Twitter ist gut investierte Zeit.

Zwei Beispiele für sehr gute Texte, auf die ich heute dank Twitter gestoßen bin:

Mindcraft Clive Thompson erklärt in der New York Times die Faszination des enorm erfolgreichen Spieles Minecraft, u.a. anhand der Analogie von Lego und Minecraft, die einleuchtend ist, die ich aber bisher nie so gesehen habe:

How a clunky Swedish computer game is teaching millions of children to master the digital world.

Weiter lesen auf NYTimes: «The Minecraft Generation».

Den Tipp verdanke ich @Doktordab.
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Petition gegen die Schließung der ZB MED

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Diese Nachricht macht im Moment viele im Bereich Bibliotheken und Information betroffen:

Für die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin in Köln und Bonn empfiehlt der Senat, die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern zu beenden.

Quelle: PM Leibniz Gemeinschaft

Zur drohenden Schließung der ZB MED (Deutsche Zentralbibliothek für Medizin) hab ich mein Statement schon auf Twitter abgegeben:

Nur der breite Protest hilft, deshalb bitte ich um die Unterstützung für diese Kampagne, die Kollege Rudi Mummenthaler dankenswerterweise gestern angestoßen hat:

Mit Bestürzung haben wir erfahren, dass der Senat der Leibniz-Gemeinschaft die Empfehlung für eine Beendigung der Förderung des Leibniz-Informationszentrums Lebenswissenschaften ZB MED (im Folgenden: ZB MED) aussprach. Der Senat nimmt dabei Bezug auf den Bericht der Evaluierungskommission und begründet damit seine Entscheidung. Wir haben diesen Bericht ebenfalls gelesen, können daraus jedoch keinesfalls einen Beschluss ableiten, die Förderung für ZB MED einzustellen und sie als überregionale Forschungsinfrastruktureinrichtung zu schliessen.

Bitte weiterlesen und bei Zustimmung die Petition unterschreiben. 325 haben schon unterschrieben. Es wäre sehr gut, wenn es bald noch mehr Unterstützer werden würden. Danke.

Aufklärungsarbeit in Sachen Social Media für Bibliotheken

Anika Pfützner: Social Media-Aktivitäten wissenschaftlicher Bibliotheken

Anika Pfützner hat auf Informationspraxis einen Artikel eingestellt, der sich zur Zeit im Open-Peer-Review-Verfahren befindet. Ihre Arbeit mit dem Titel «Social Media-Aktivitäten wissenschaftlicher Bibliotheken – Ergebnisse einer Bachelorarbeit» (Link) habe ich mit Interesse gelesen und in einem Kommentar beantwortet, der mit diesen Worten endet:

Trotz der hier aufgeführten Verbesserungsvorschläge und Kritikpunkte handelt es sich bei der Arbeit von Anika Pfützner um eine gute Übersicht zur vielfältigen Arbeit rund um Social Media in wissenschaftlichen Bibliotheken. Eine persönliche Anmerkung sei mir am Ende erlaubt: Mehrmals habe ich bei der Lektüre gedacht: „Wow, an was wir Social-Media-Zuständigen hier alles denken müssen bei unserer komplexen und zeitintensiven Arbeit“. Dass es auch im Jahr 2016 immer noch Bibliotheken gibt, die das Thema Social Media nicht auf dem Schirm haben und es gnadenlos unterschätzen, zeigt, dass hier noch Einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten ist. Auch dazu dient die hier vorgelegte Untersuchung.

Zusätzlich zu meinem Kommentar kann ich hier noch verraten, welcher mein Lieblingssatz aus dem Text ist:

Für einige Bibliotheken hat der Kampf um geeignete Mitarbeiter bereits begonnen.