Nach 10 Jahren mit dem bisherigen Gestell auf der Nase ist es wieder Mal Zeit für eine neue Brille. Die letzte hab ich noch in einem heute nicht mehr bestehenden Brillen-Laden im Nauwieser Viertel in Saarbrücken erstanden. Die heute ausgesuchte Brille wurde nach erstklasiger Beratung bei Optiker Kelb in Wandsbek in Auftrag gegeben. Schwarz sollte sie wieder sein, modern, aber schlicht, und teilweise rahmenlos. Auf dieses Exemplar ist nach eindringlicher Prüfung meine Wahl gefallen:
Eine Sehstärkenbestimmung beim Augenarzt samt Vorsorgeuntersuchung ging dem Brillenkauf voraus. Dort erhielt ich neben dem positiven Befund, dass sich meine Sehstärke in all den Jahren seit dem letzten Check nur minimal geändert hat und dass ich über ein 100-prozentiges Sichtfeld beim Sehen verfüge, die etwas besorgniserregende Auskunft, dass mein Sehnerv stark geweitet sei und evtl. ein Grüner Star (Glaukom) vorliegen könnte. Ich mach mich jetzt nicht verrückt deswegen, behalte das aber im Auge. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wie ich inzwischen gehört habe, kann so eine Vorabdiagnose auch durch spätere Tests widerrufen werden. Und wenn dem nicht so ist, dann ist es gut, dass die Sehnerverkrankung so früh erkannt wurde und rechtzeitig unter besonderer Beobachtung und Behandlung stehen kann.
Erstmal freu ich mich nun auf die neue Brille. Spätestens nächste Woche Mittwoch wird sie fertig sein. Natürlich habe ich mich – denn ich brauche die rasche Tönung bei Sonnenschein – für Transitions-Gläser entschieden. Denn auf die schwört auch Tyler Farrar. Ihr kennt Tyler Farrar nicht? Das ist der Held von Herrn Sparschäler. Tyler ist tragischer Tour-de-France-Ausscheider (dessen Werbespot während der Tour aber Kultstatus erreichte) und Gewinner der Hamburg Cyclassics. Hier der Kultspot mit dem Helden der sich tönenden Transitions-Gläser:
Die Google Street View-Debatte, mit der die BILD und selbst seriöse Zeitungen die Bevölkerung in Deutschland gerade mehr oder weniger grundlos verunsichern, will ich hier gar nicht behandeln. Wer zu diesem Thema einen guten Text lesen mag, der schaue sich die sachlichen Ausführungen von Anatol Stefanowitsch an. Das ist mit das Vernünftigste, was ich zu Google Street View gelesen habe. Oder lest was Lustiges dazu, meine freitägliche Twitkrit: Frontalopposition.
Nein, ich möchte eine praktische Anwendung von Street-View-Material zeigen. Wer einen virtuellen Rundgang durch Hamburg machen möchte, klicke auf obiges Bild, das den Besuch an den Landungsbrücken starten lässt oder beginne seinen fotografischen Rundgang auf dem Fischmarkt, oder am Michel, oder auf der Reeperbahn, oder lieber an der Binnenalster und und und. sightwalk hat nicht nur Hamburg in petto, sondern auch andere deutsche Städte wie Berlin, Bonn, Düsseldorf, Köln, München und Stuttgart.
Heute wieder Mal ein Artikel aus der Reihe «Warum ist es in Wandsbek so wunderbar?». Ich werde ja nicht müde, hier in unregelmäßiger Reihenfolge die Vorzüge von Hamburgs schönstem Stadtteil vorzustellen. Ganz ohne Zweifel gehört die Nähe zum Café May dazu. Liegt es auch geographisch nicht mehr in Wandsbek sondern im benachbarten Dulsberg, einem der kleinsten Stadtteile von Hamburg, ist es doch nur wenige Hundert Meter von meiner Wohnung entfernt und zählt für mich somit zu den Vorzügen Wandsbeks.
Die Himbeer-Baiser-Torte ist ein Traum. Die Erdbeer-Blaubeer-Torte steht ihr in nichts nach. Da letztere in dem gestern dort aufgenommenen, obigen Thekenfoto so schwer hinter der von der Sonne erzeugten Verspiegelung zu erkennen ist, hier noch in Großaufnahme auf meinem Teller. Die Preise sind fair im May. Torten 2 €, Kuchen ab 1,20 €. Es gibt auch leckere Salate und Sandwiches. Und ganz wichtig für Netzjunkies: Das Café May bietet seinen Besuchern kostenloses W-LAN. Das Passwort bekommt man an der Theke.
Das geräumige Innere verbreitet die Gemütlichkeit einer Wohnstube. Mit Sofas zum Reinfletzen. Spiele sind dort ausleihbar (und werden wohl auch zu geselligen Spieleabenden gerne genutzt, wie man in den größtenteils sehr positiven Qype-Bewertungen lesen kann).
Beim derzeit schönen Wetter kann man auch sehr gut draußen sitzen, und zwar an zwei Straßenseiten, denn das Café May liegt an der Ecke Stormaner Straße/Eberhardstraße. Letztere ist eine Seitenstraße der Bandwirkerstraße und die fängt genau gegenüber von meiner Wohnung an, so dass beim Blick auf die Karte klar wird, wie schnell ich dort sein kann. Und wenn mich die Lust auf guten Kuchen überkommt, bin ich sehr schnell dort.
Gestern Mittag, auf dem Rückweg vom vormittäglichen 6-stündigen Anstehen für die FC St.-Pauli-Karten habe ich mir, kaum dass ich den S-Bahnhof Friedrichsberg (dessen Mayor ich übrigens zur Zeit auf Foursquare bin *hust) verließ, dort zwei Stücke Torte – ihr ahnt es schon: Himbeer Baiser und Erdbeer-Blaubeer – gegönnt, um mich sowohl für das Anstehen, als auch für die am Nachmittag im Homeoffice zu erledigende Arbeit zu belohnen. Demnächst werd ich mir aber mal das iPad schnappen und das WLAN im Café testen. Das kann man dann aber eher Tortenvorwand als echtes Netz-Interesse nennen. ;)
Am Wochenende stellte das Magazin Wired einen Tipp vor, der mich spontan begeisterte und zur sofortigen Bestellung bei Amazon veranlasste: man kann das schon seit langem bekannte und äußerst beliebte Kamera-Stativ GorillaPod auch als prima Halter für das iPad verwenden. Heute Morgen kam das Teil schon an und ich bin schlichtweg begeistert. Sowohl hochkant als auch quer liefert es eine klasse Halterung ab. Und natürlich ist es ein sehr flexibles Dreibein für die Justierung von Kameras an ungewöhnlichen Orten, zu sehen auf meinem Beispielbild, wo ich meine Canon Powershot mal so eben am Treppengeländer angekettet habe:
Mir geht es wie Jörg Fauser. Ich liebe den Strand der Städte. Gestern hab ich hier in der Hansestadt wieder Mal einen netten Abend mit Freunden an einem solchen Strand der Städte, am Elbstrand, verbracht. Wir haben uns gut unterhalten. Den vorbeiziehenden Wolken und den Schiffen zugeschaut. Und wir haben gegrillt. Dieses Mal nicht am Elbstrand Nähe Oevelgönne, sondern am Nordersand.
Unsere Nachbarn an diesem lauschigen Fleckchen Elbstrand zeigten Open-Air-Kino. Erst Tarantinos Four Rooms, dann Absolute Giganten mit dem kürzlich verstorbenen Frank Giering in der Hauptrolle. Eine Szene des Films spielt am Nordersand. Apropos Absolute Giganten, schaut Euch das obige Fotoset an, dort seht ihr auch absolute Giganten.
Die Kühle, die dieser Schatten auszustrahlen scheint, täuscht. Es sieht verlockend erfrischend aus, wie die Wandse hinter meinem Häuschen vorbei fließt bzw. steht. Die in ganz Deutschland herrschende tropische Hitze mit Temperaturen um die 35° macht auch vor dem wunderbaren Wandsbek nicht halt. Zum Glück lässt es sich im Innern meiner gut temperierten Wohnung noch einigermaßen gut aushalten.
So saß ich gestern bei der Übertragung des Halbfinales Spanien – Deutschland im Steininger. Aus Gag hatte ich mein schon in die Jahre gekommenes Spanien-Shirt mit der Nummer 7 auf dem Rücken an. Zeigte aber gleichzeitig meine Sympathie für Deutschland, indem ich mich auf der Stirn schwarz-rot-gold einschlanden ließ.
Spanien war gestern Abend besser als die in den Spielen zuvor so bravourös aufspielende deutsche Mannschaft, keine Frage. Ich habe das Ergebnis 1:0 für Spanien genau so vorausgesagt (siehe z.B. Twitter vorgestern) und auch so getippt. Nicht, dass ich mir das gewünscht hätte. Im Gegenteil: ich hätte mich gefreut, wenn ich mich geirrt hätte. Aber da gibt es nicht viel ‘rum zu diskutieren: mir war klar, dass es mit Deutschlands Jubelspielen nicht so weiter gehen wird und dass die Spanier noch Luft nach oben haben im Vergleich zu den eher bescheidenen Spielen davor.
Da ich als Einziger im Steininger, wo wir das Spiel gestern Abend sahen, 1:0 für Spanien getippt hatte, hab ich auch noch den Tippjackpot aus 4 Spielen abgeräumt (bei denen ich zuvor aber auch immer mitgetippt hatte).
Jetzt hoffe ich natürlich auch auf einen WM-Sieg der Spanier am Sonntag im Finale gegen Holland, denn im Kicktipp habe ich auch auf Spanien als WM-Sieger getippt. Während von vielen vor der WM für das deutsche Team das Viertel- oder gar das Achtelfinale als Endstation vorausgesagt wurde, habe ich die Deutschen ins Halbfinale getippt. Zwei der vier Halbfinalisten, Spanien und Deutschland, (alle meine Tipps vor der WM sind im Artikel «Tools rund um die WM…» zu sehen) hatte ich immerhin richtig. Mit Brasilien und Mexiko unter den letzten Vier lag ich schief. ;-)
Abschließen möchte ich diesen Artikel mit einem heute Nacht schon getwitterten Text:
Anerkennung für ein ganz starkes Turnier der deutschen Mannschaft. Man darf nicht immer alles nur vom Titel abhängig machen.
GlastoTag ist ein interessantes Foto-Tagging-Projekt: Eine Aufnahme (genau genommen 36 Aufnahmen, verbunden zu einem Mega-Foto) mit 70.000 Leuten drauf, die aufgefordert werden, sich in das Bild rein zu zoomen, sich selbst zu finden und zu taggen (also sich selbst auf dem Bild mit ihrem Facebook-Account zu verlinken). Es soll ein Rekord aufgestellt werden: das am meisten getaggte Bild zu schaffen. Die Aufnahmen wurden mit zwei 50 Megapixel-Kamera Hasselblad H4D-50 auf dem englischen Musikfestival Glastonbury gemacht.
So weit, so interessant.
Bedenklich ist natürlich, dass das Ganze nicht aus Altruismus, Begeisterung fürs Festival oder Liebe zum Taggen initiiert wurde, sondern dass sich dahinter eine virale Marketing-Kampagne des Mobilfunkanbieters Orange verbirgt. Trotzdem: clever gemacht. 2.700 haben ihre Gesichter erkannt und sich bereits getaggt. Und das werden garantiert noch mehr…
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